|
|
Open Flair
Schöner konnte das Wetter kaum sein an diesem zweiten
September-Wochenende. Lazi Lazarus, Organisator des alljährlichen Open
Flairs im Klenzepark, fand es sogar zu schön, denn am heißen Sonntag
hielten es nicht alle Besucher lang aus, etliche zogen am frühen Abend
die vielleicht letzte Möglichkeit für einen Biergartenbesuch vor.
Dafür lief es am Samstag umso erfreulicher: Um die 6000 Besucher
brachten die Halle im Klenzepark fast zum Bersten, und so war es kein
Wunder, dass bereits um 20 Uhr das das Zwickl-Bier ausverkauft war - es
hätte eigentlich für beide Tage ausreichen sollen. Der Stimmung war
das natürlich nur zuträglich, und so gab es am Samstag auch einige
Höhepunkte zu erleben. Eindeutiger Publikumsfavorit waren hier The
Booze Bros., die mit ihren Coverversionen im Südstaatensound einmal
mehr ihr Publikum fanden.
 Doch
in einem Punkt waren sie in der Minderheit, denn bei zehn der 15 Bands
an diesem Wochenende hatten Frauen die Hosen an bzw. das Mikro in der
Hand. So zum Beispiel bei Panta Rei aus Straubing. Sängerin Elisabeth
Erl und "ihre" Jungs wussten noch im Januar souverän den
dritten Aqua Turbo Contest von megazIN zu gewinnen. Diesmal kamen sie
schon einiges routinierter auf die Bühne, die Stücke tendierten
eindeutiger in Richtung Crossover, und manches verlor sich bisweilen in
den unendlichen Weiten dieser Stilmischung.
Nicht
unbedingt origineller, was ihre Musik angeht, aber eindeutig auf der
sicheren Seite in Punkto Beliebtheit waren auch in diesem Jahr
Weißwurscht is. Diesmal wurden die vier aus der Eichstätter Gegend
sogar noch von einem Didgeridoo-Spieler aus Österreich unterstützt
(wenn das mal stimmt). Der passte denn auch hervorragend zu der Truppe,
deren Texte sich zwar wenig abwechslungsreich zwischen Liebe, Frieden
und Ficken bewegen, aber die man einfach gern haben kann, weil sie so
erfrischend offen und geradeheraus sind.
Lediglich Faktotum, die Gäste aus der italienischen Partnerstadt, kamen
nicht so gut an. Aber das war bei dem idealen Wetter und dem
reibungslosen Ablauf nur ein kleiner Schönheitsfehler. Organisatorisch
gab es am Ende nur zufriedene Gesichter, allen voran bei Lazi Lazarus,
und natürlich auch beim Publikum.
|
|
|
|
|