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  Ausgabe 2 : Titel

  
 
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Von schauderhaft bis "fast schon famos" – 
ein Überblick über die Webseiten der Bands aus der Region

Es gibt in Ingolstadt und der Region mittlerweile zahlreiche Bands aller möglichen Stilrichtungen. Und wer mithalten will und etwas auf sich hält, der nennt auch einen Webauftritt sein Eigen. In dieser Ausgabe haben wir die Webseiten der Bands unter die Lupe genommen und eine – selbstverständlich ganz subjektive – Bewertung vorgenommen. Von schauderhaft bis "fast schon famos" (die Höchstwertung von fünf Sternen erreichte allerdings niemand) ist alles vertreten. In der nächsten Ausgabe widmen wir uns dann den Veranstaltern. Auch da dürfte die Bandbreite wieder einiges hergeben...



Bayern Dry

Die Startseite ist nicht grad einladend – ein paar dumme Sprüche, das war's. Als "Folkrockpopgstanzlrapschunkel-Musik" bezeichnen Bayern Dry ihr Programm. Die Schriftart ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, der Informationsgehalt eher karg. "De Buidln" zum Teil nicht auffindbar, zum Teil fast 250 KB groß. Leider keine MP3-Files. Fazit: Ein paar Infos, aber nichts Handfestes. 

Inhalt: ** Design: ** Gesamteindruck: **



Bonfire

Website Bonfire Sie sind die bekannteste und wohl auch die älteste Band (gegründet 1986, zwischen 1992 und 1996 lag das Projekt sozusagen auf Eis) aus Ingolstadt, hatten schon so manchen Hit ("You Make Me Feel" hat's sogar auf einen Kuschelrock-Sampler gebracht) und tourten quasi um die ganze Welt, spielten mit renommierten Gruppen wie Judas Priest und ZZ Top. Momentan arbeiten sie in den Staaten an ihrem nächsten Album, voraussichtlicher Veröffentlichungstermin ist März 2001. Die Rede ist von Bonfire. Das Quintett um Hans Ziller und Claus Lessmann gefällt mit einer sehr ausführlichen und aktuell gehaltenen Website. Alle Alben auf einen Blick, zahlreiche Songtexte, und in naher Zukunft wird auch die Merchandising-Schiene angekurbelt. Einzig der Tourkalender scheint nicht auf dem aktuellsten Stand zu sein, endet mit einem Gig am 29. September. Insgesamt aber eine runde Sache.

Inhalt: **** Design: *** Gesamteindruck: ***



daböe

Die Portalseite ist ein Desaster – unübersichtlich, ein nicht eingebautes Banner, viel zu viel Luft und viel zu wenig Infos – schauderhaft. Besser dann die Folgeseite, das Menü (mit "eventz", "linX" und mehr) und der Werdegang vom DJ zu SMC zu Kbumm zu das duell zu Bon-duell zu Sugar bzw. daböe. Lustig die Seite mit den nackerten Mallorca-Fotos und der Hinweis darauf, dass diejenigen, die die Baleareninsel nur vom Tittensender RTL 2 kennen, einen ganz falschen Eindruck davon haben. Fragt sich nur, was daböe uns eigentlich sagen möchte mit seiner Homepage.

Inhalt: * Design: ** Gesamteindruck: *



Cycodad

Gruftige Portalseite, auf der einzigen Folgeseite der Vermerk "Feel free to get what you need..." und zehn MP3-Files zum Downloaden. Nett, aber ziemlich dürftig, Infos Fehlanzeige.

Inhalt: - Design: ** Gesamteindruck: *



Das zweite Gesicht

Ein Auge auf schwarzem Hintergrund, so geht's los. Die Schrift schmerzt ein wenig, ziemlich klein und ziemlich eng. In der Rubrik "die musik" ist sie nur mit einer Lupe zu entziffern. Ein paar Songfetzen zum Downloaden, aber alles in allem ist die Website schon sehr gruftig geraten. Im Gästebuch schreibt jemand "Alles Scheiße, alles Mist, soviel Dreck auf einmal hab ich noch nie gesehen... Aber die Homepage ist gut." Man mag von der Musik der Crossover-Band halten, was man will – die Homepage ist bestenfalls gut gemeint, es muss aber noch daran gefeilt werden.

Inhalt: **  Design: ** Gesamteindruck: **



Boppin'B

Website Boppin'BStartseite mit witziger und toller Flash-Animation. "Liebe Freunde der größten Scheißkapelle aller Zeiten", so die Begrüßung auf einer Folgeseite. Leider lässt die sich nicht scrollen, was irgendwie ziemlich blöd ist, da der Text mittendrin abgeschnitten wird. Ansonsten eine sehr aufwendig und fast schon famos inszenierte Website. Boppin'B kommen aus dem Aschaffenburger Raum, spielten aber schon des öfteren in Ingolstadt.

Inhalt: ****  Design: **** Gesamteindruck: ****



Fat Fugo

Das Quartett aus der Pfaffenhofener Ecke hat sich bei seinem Webauftritt einige Mühe gegeben. Schönes Design, ein paar Infos, ein paar Songs im Real-Player-Format, ein Rückblick auf vergangene Gigs. Die Rubrik "Fotos" funktioniert noch nicht so ganz, wie allgemein zu sagen ist, dass mit der Band auch der Umfang der Website noch wachsen wird. Aber der Anfang ist vielversprechend.

Inhalt: **  Design: **  Gesamteindruck: **



Life & Beyond

Eine einzige Seite mit vielen Infos und allem, was man zur Band wissen muss. Sonst nichts. Vielleicht ein Netz-Wrack, das zurückgelassen wurde? Oder gibt's die Band etwa noch?

Inhalt: **  Design: * Gesamteindruck: *



Fly Busker

Website Fly Busker

Eine starke Band mit einem ausgereiften, erst kürzlich komplett überarbeiteten Web-Auftritt. Die Portalseite des Quintetts aus dem Raum Pfaffenhofen, Aqua-Turbo-Sieger 1999, ist etwas lahm, das Intro dafür sehr gut. Die jüngsten Infos gleich danach, sauber und übersichtlich aufgelistet. Angeboten werden Songkostproben, Videomitschnitte der Aqua-Auftritte der letzten beiden Jahre, ein umfangreicher Rückblick auf den Werdegang der Band, sogar ein kleiner Shop zum Bestellen von CDs, MCs und Fan-Feuerzeug. Zu bemängeln ist höchstens der fast schon inflationäre Gebrauch der Farben. Trotzdem: schöne Homepage, die vor Informationen nur so strotzt und liebevoll geführt wird.

Inhalt: ****  Design: *** Gesamteindruck: ****

gsaZ

Schöner Start, edles Design, ein paar MP3-Files, gsaZ-T-Shirts zum Verkauf, die neuesten Gig-Termine. Alles ganz gut gemacht. Was nun noch fehlt, ist wirklicher Inhalt. Kommt vielleicht noch.

Inhalt: **  Design: *** Gesamteindruck: ***

Machoskunk

Website Machoskunk

Auf der Startseite gibt es die Auswahl zwischen einer deutschen und englischen Version, die denselben Umfang hat. Lustig die Beschreibung der Band: "4 guys from the german car-city of Ingolstadt makin' music not for fun but wishing to become millionairs." Es werden zahlreiche Songs zum Download angeboten, ein paar Schnappschüsse gibts noch dazu – das wars leider auch schon.

Inhalt: **  Design: ** Gesamteindruck: **



Moon Under Water

Die Seite beginnt fad und wirkt auch auf den Folgeseiten wie aus dem HTML-Baukasten für Anfänger. Schade drum, denn auf der Bühne wirkt Claudius Konrad gern wie ein Perfektionist. Für seinen Webauftritt hat er nicht viel übrig, so stammen die Tourdaten bereits aus dem vergangenen April. Die Ladezeiten auf der Menüseite sind ein Graus, und wer länger als fünf Sekunden auf die geladene Seite wartet, ist selbst schuld.

Inhalt: *  Design: * Gesamteindruck: *



Original Schanzer Behaglichkeit

Eine Seite, die erst in diesem Jahr an den Start ging, dafür aber schon jetzt sehr informativ ist. Es gibt Infos über vergangene und kommende Auftritte, über die Band und für die ganz musikalischen Gäste gibt's auch den Text der Bayernhymne. Insgesamt eine Seite, die liebevoll und mit viel Humor gemacht wurde. Wenn man bedenkt, wie jung die Band noch ist, lassen künftige Updates auf einiges hoffen.

Inhalt: ****  Design: *** Gesamteindruck: ****



Public Front Of Judea

Die Seite gehört zum Bescheidensten, was regionale Bands im Internet zu bieten haben. Da reißt auch die Auswahl zwischen einer deutschen und einer englischen Version das Ruder nicht mehr rum, wenn es nur jeweils eine einzige Seite zu sehen gibt. Auch wenn eine Punkband sich von ihrer Natur her gern dem System verweigert, hätte sie via Web die Chance, ihre Fans zu erreichen. Statt dessen gibt es magere fünf Songs zum Download, und die Zeile "Bavarias best hardcore/Punk band". Schwachsinn.

Inhalt: -  Design: * Gesamteindruck: *



Pulsar Bleu / Ambience

Website Pulsar Blue / AmbienceDie Seite beginnt mit einer Flash-Animation und einem übersichtlichen Menü. Die Farbe der Seite ist dem Namen entsprechend in tiefem Blau gehalten. Aus der Info des Musikers erfährt man, dass der Mann Ahnung von Elektronik haben muß. Doch auch handgemachte Musik ist ihm nicht fremd, schließlich war er Mitglied bei den legendären Silent Groove. Jetzt aber gehört sein Interesse der Ambient-Musik. Die Website ist ohne überflüssigen Schnickschnack gehalten, und die Songs sind die Download-Zeit tatsächlich wert.

Inhalt: ***  Design: **** Gesamteindruck: ****



Voice Of Chunk

Aus der Pfaffenhofener Gegend stammt die Rockband Voice Of Chunk. Das letzte Update stammt aus dem August 1999, und so altbacken wirkt die Seite auch ingesamt. Eine der typischen Seiten, mit denen sich Nachwuchsbands präsentieren: ein paar Infos und alte Zeitungsartikel eingescannt, das war's. Das reicht natürlich fürs Erste, aber nach über einem Jahr wäre es schon wieder an der Zeit für ein Update.

Inhalt: ** Design: * Gesamteindruck: **



Scandal

Die Bluesrocker aus der Region geben sich scheinbar lieber dem Blues hin anstatt der Pflege einer vernünftigen Website. Unglaublich lange Ladezeiten, ebenso unglaubliche Grafiken und schmerzende Augen – mehr gibt's da nicht zu sagen.

Inhalt: * Design: * Gesamteindruck: *



Weißwurscht is

Website Weisswurscht 'isDie Band mit dem Kultcharakter hat inzwischen eine kleine, chaotische Homepage, die zwar stümperhaft wirkt, aber das tun die Auftritte der Band ja auch. Dennoch verbreiten die mittlerweile zum Quartett angewachsenen Weißwurschtler auch hier diesen seltsamen Charme aus ihren Bühnenshows. So stümperhaft die Seite wirkt (oben gibt's ein paar HTML-Befehle, die dort sicherlich nicht hingehören), ist sie dennoch aktuell. Witzig ist das Tagebuch der Band, in dem über vergangene Auftritte berichtet wird. Auch der Auftritt beim Open Flair 2000 ist bereits beschrieben.

Inhalt: ***  Design: * Gesamteindruck: ***



Zahnfleisch GmbH

Die Musikkabarett-Truppe aus Ingolstadt hat eigentlich eine recht erfreuliche Homepage. Nur leider niemanden, der sie auf den neuesten Stand bringt. So harren Rubriken wie "Mein Reden - P. Rothese spricht" oder der Pressespiegel auf baldige Updates. Zu lesen gibt es viel auf der Seite, allerdings würden ein paar Hörproben das ganze attraktiver machen.

Inhalt: ***  Design: ** Gesamteindruck: **


Autoren: 
Thomas Uhle und Uwe Ziegler
[25. September 2000]
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