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  Ausgabe 4 : CD-Kritik

  
 
Cover The Wallflowers - Breach

The Wallflowers

Gut abgehangen nennt man solche Platten immer wieder gern. Das ist mit den Wallflowers nicht anders.

The Wallflowers
"Breach"
(Universal/Motor)

Der Sohn dieses Vaters zu sein ist eine Bürde, die Jakob Dylan bei jedem neuen Album seiner Band aufgelastet wird. Auch diese Kritik beginnt mit dem Unvermeidlichen, um dann aber sofort eine 180°-Wendung zu machen.
Denn die Wallflowers rocken auf diesem Album scheinbar selbstverliebt vor sich hin. Sie fallen nicht mehr auf, klingen geschlossener und keineswegs mehr so prätentiös wie auf den beiden ersten Alben. Hatte die Vorgängerscheibe "Bringing Down The Horse" noch etliche Hits zu bieten, wird die Plattenfirma diesmal konsequent enttäuscht. 
Nichts hält die Band davon ab, unbeschwert aufzuspielen, alle Erwartungen abzuschütteln, und den einen oder anderen enttäuschten Hörer zurück zu lassen. Aus den Wallflowers ist endlich eine richtige Band geworden. Während der ersten drei Stücke rumpelt der Rock-Express zügig voran, kommt dann im vierten Stück "Delivered" erstmals auf ruhigere Bahnen und zieht im nächsten Stück wieder an. Das ist alles stinknormal, unspektakulär, aber dennoch einfach gelungener als bei Bands, denen nach einem Hit die guten Ideen ausgehen. Vielleicht hat Jakob Dylan von seinem Vater ja nicht nur die Bürde geerbt.


Cover Rolling StoneDer amerikanische Rolling Stone berichtet (auch auf seiner Website) ausführlich über Jakob Dylan und die Wallflowers (Link).




Thomas Uhle

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