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  Ausgabe 7 : Vorberichte

  
 
 
 
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Logo Jazztage 2000 (Copyright by www.ingolstaedter-jazztage.de)Harfenklänge im Ölbaum, Karizma im Queens, James Brown im Theater

Park StickneySpektakuläres bieten sie immer wieder. Doch so manches Highlight der Ingolstädter Jazztage versteckt sich am traditionellen Donnerstag (2.11.) des Festivals, wenn der "Jazz in den Kneipen" zu finden ist. So ist es diesmal, zum Beispiel im "Ölbaum". Park Stickney (siehe Foto) kommt aus New York City, doch er bringt keine Band mit (die hätte in dem kleinen Lokal auch keinen Platz), sondern nur seine Harfe. Und die wird er mit vollem Körpereinsatz bearbeiten, schwenken, ziehen und ihr Töne entlocken, wie sie die Schanz noch nicht gehört hat. Jazz in den Kneipen gibt's an diesem Donnerstag außerdem im Diagonal (Alain Caron Group), in der Neuen Welt (Rick Vito & The Lucky Devils), im Daniel (Max Greger Jr. Trio feat. Tony Lakatos - Max Greger Senior hat sein Kommen ebenfalls angesagt), im Babalu (Al Copley & Band) im Lemon (Martin Schmitt & Stephan Holstein) und im Hotel Ambassador/Queens (Klaus Doldingers Passport), los geht's überall um 20.30 Uhr. Die Welcome Party mit der Late Night Band (u. a. mit den Ingolstädter Jazzpreisträgern Charly Leimer, Charly Böck und Oliver Mochmann) rundet den Abend ab (ab 23 Uhr im Queens). 


Und dann folgt das ganz ganz heiße Jazz-Wochenende. Freitag (3.11.) gastieren Holly Cole & Band sowie Dee Dee Bridgewater & Trio (ab 19.30 Uhr im Festsaal des Stadttheaters), ehe im Queens ab 23 Uhr der Boden so richtig beben wird bei der Mike Stern Band (Trivasaal), Karizma, Doop Troop und den Late Night Musicians (alle im Restaurant). Karizma Hervorzuheben sind vor allem Karizma, ein Quartett, das zum Besten gehört, was es im Bereich Jazz überhaupt gibt. Michael Landau (eigene Website) zählt zu den besten Gitarristen weltweit, spielte für Pink Floyd, B. B. King, Chicago, Al Jarreau, James Taylor, Drummer Vinnie Colauita ist nicht nur ein sehr gefragter Studiomusiker (u. a. für Sting, Michael Jackson, Madonna, Ray Charles, George Benson, Steely Dan, Joni Mitchell), sondern überzeugte auch mit seinen Soloalben. Neil Stubenhaus zupfte zuletzt bei Barbra Streisands Farewell-Tour den Bass, spielte außerdem mit Ikonen wie Frank Sinatra, Natalie Cole, den Temptations oder Manhattan Transfer. Schließlich Mastermind David Garfield, verantwortlich für die Filmmusiken von "Annie" und "Always", außerdem gefragt im Bereich Werbung (Spots für Coca Cola und McDonalds) und natürlich als Studiomusiker (George Benson, Luther Vandross, Oleta Adams). Für die wahren Jazzfreaks sind Karizma wohl das Highlight schlechthin im Rahmen dieser 17. Ingolstädter Jazztage. 


Am Samstag (4.11.) steht die 2. Jazzparty im Queens Hotel an. Im Trivasaal gastieren Terence Blanchard und das Irvin Mayfield Quartet, im Restaurant werden Maceo Parker und die Jim Beard Band die Sau raus lassen (Beginn um 20 Uhr). Das diesjährige Highlight ist James Brown am Sonntag (5.11.) im Festsaal des Theaters, Beginn ist um 19.30 Uhr. Mal schauen, was der "hardest working man in show business" stimmlich noch drauf hat, die Meinungen gehen da ja ziemlich auseinander. Regionale Bands gibt's schließlich noch am Dienstag (7.11.) und Mittwoch (8.11.) zu hören. Am Dienstag darf man sich auf 4 Of A Kind freuen (Neue Welt, 20.30 Uhr). Die stimmgewaltige Radio IN-Moderatorin Kerstin Schulz und Ramblin' Five-Pianist Jens Lohse begannen einst als Two Of A Kind, mittlerweile ist die Formation schon auf fünf Mitglieder angewachsen, der Bandname ist also schon wieder überholt. Woidl Haber traut dieser Kombo noch einiges zu. Bekannte Gesichter gibt's dann zum Abschluss der diesjährigen Jazztage im Diagonal (Mittwoch, 20.30 Uhr), wenn die Ingolstädter All Star Band auftritt. 

Die Ingolstädter Jazztage gehen noch bis zum 8.11.2000, Karten sind für verschiedene Veranstaltungen noch erhältlich

Offizielle Jazztage-Website

Grüne Insel, ganz nah

Irlands Musiker haben in der Neuen Welt seit jeher Hochkonjunktur. Das liegt meist an Walter Habers glücklichem Händchen, sprich seinem Gespür für talentierte Musiker. Wer hier spielt, der muss wirklich gut sein. Deshalb hätten die Corrs hier keine Chance gehabt, dafür aber gibt es am 13. November die Gelegenheit, einen der nächsten Großen aus Irland unter die Lupe bzw. unters Ohr zu nehmen. Sean Keane hätte bereits im vergangenen Jahr in Ingolstadt gastieren sollen, konnte sich jedoch plötzlich vor Angeboten in seiner Heimat nicht retten und blieb deshalb dort. Das brachte ihm den Titel "Singer of the year" ein. Was an seiner gekonnten Mischung aus traditioneller und zeitgenössischer irischer Musik liegen dürfte. Ein Tipp, ein wirklich guter.


Am 13.11. um 20.30 Uhr in der Neuen Welt, Karten gibt's noch beim DK-Office und in der Neuen Welt

Sean Keanes offizielle Website

 

Bon Jovi und Springsteen in Pförring

Der deutsche Bruce [Copyright by www.monsters.de]Gut nachgespielt ist halb gewonnen, aber was ist, wenn eine Band sich vorgenommen hat, möglichst nah am Original dranzubleiben? Davon kann man sich am kommenden Samstag in Mindelstetten überzeugen. Dort treten drei Bands an, die sich allesamt als Klons ihrer Vorbilder anpreisen. Den Auftakt machen die "5 Kleinen Jägermeister", deren Idole die Toten Hosen sind. "Kon Chauvi" sind natürlich Anhänger von Bon Jovi, und angeblich gab es sogar schon ein erstauntes Lob von Jon Bongiovi selbst. Den Abschluss des Abends geben The German Boss & The Blood Brothers (siehe Foto), ihres Zeichens die einzige deutsche Coverband mit der Musik von Bruce Springsteen, der hierzulande ohnehin immer ein treues Publikum hatte. Und selbst wenn mal ein Ton daneben geht, ein Spaß ist´s allemal.


Am Samstag, dem 4.11. um 20 Uhr in der Markthalle Mindelstetten/Pförring (Karten 12 DM zzgl. Vvk-Gebühren, Abendkasse 17 DM)

Website zum Konzert

Thomas Uhle und Uwe Ziegler

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