
Der Autor nutzt die stade Zeit für ein paar Gedanken.
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Farewell, goodbye und Weihnachten
Weihnachten war schon immer die Zeit, in der man sentimental werden kann,
ohne gleich Weichei genannt zu werden. Also sitzt man da, schaut aufs
Schneegestöber (falls vorhanden) draußen vorm Fenster und sinniert vor sich
hin. Vielleicht steht noch ein ordentliches Glas Rotwein auf dem Tisch und die
Gedanken beginnen zu fliegen. Das Jahr passiert noch einmal vor dem inneren
Auge. Gute Erlebnisse, schlechte Tage vielleicht auch, der Urlaub oder auch der
Start des eigenen Online-Magazins, das man mit ein paar Freunden ins Netz
gestellt hat.
Oder auch einfach die Gedanken an den Moment, als ich nach Allerheiligen vom Tod
eines Kollegen erfahren hatte. Das momentane Nicht-begreifen-können, die Unfassbarkeit und schließlich dieses seltsame Gefühl, als die Nachricht
langsam bis ins Hirn durchdringt. Plötzlich war es passiert, aus heiterem
Himmel. Von uns hatte niemand damit gerechnet, und zwei Tage zuvor waren wir uns
noch über den Weg gelaufen, hatten ein paar lustige Bemerkungen gemacht und er
hatte mich noch an die CDs erinnert, die ich ihm via Internet bestellen
sollte. Wir waren nicht eng befreundet, und wir waren auch nicht jeden Tag zu
Scherzen aufgelegt. Von Tod und Krankheit hat man täglich in Zeitung und
Nachrichten genug, einiges davon erschüttert sogar. Doch das hier war anders.
Weil es einfach ein unwillkommener, aber wichtiger Anlass war, still zu
verharren und über dies und jenes nachzudenken.
Wirklich sentimental werd ich jetzt nicht, aber Dein Humor fehlt uns. Dafür hat
Petrus jetzt was zu Lachen, und vielleicht hat er ja auch ein paar
Heavy-Metal-CDs für Dich im Regal stehen, irgendwo da oben.
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