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Sonnenbrille, Soul und voller Tank - die Blues Brothers!
 Es
ist dunkel, sie tragen Sonnenbrillen, der Tank ist voll und sie sind auf dem Weg
nach... nein, nicht nach Chicago. Diesmal machen sich Jake und Elwood Blues,
genannt die Blues Brothers, auf den Weg nach Ingolstadt.
An zwei Abenden wird das Große Haus im Stadttheater Ingolstadt zum Tollhaus und die
Fetzen werden fliegen .
Gibt es jemanden, der die Filmvorlage noch nicht kennt? Wohl kaum. Wie die
"Rocky Horror Picture Show" oder "Hair" haben die
"Blues Brothers" ein Publikum, das sie seit Jahren innig liebt und
jeden Satz auswendig aufsagen kann. Schließlich waren es nicht zuletzt die
Dialoge der beiden Hauptdarsteller, die den Film Kult werden ließen. Dan Akroyd
und John Belushi hätten nach diesem Film nie wieder eine andere Rolle spielen
müssen - sie wurden mit einem Schlag unsterblich (auch wenn sich John Belushi
nur wenige Jahre später eines besseren belehren lassen musste).
Doch nicht nur dank dieser Beiden wurde der Film zum Klassiker, auch die
Musik spielt eine wichtige Rolle. Da werden Soul- und Bluesklassiker aufpoliert,
es treten Stars wie Ray Charles, John Lee Hooker oder Cab Calloway in winzigen
Rollen auf und die Band der Gebrüder Blues ist hochkarätig besetzt. Es mag nur
eine Frage der Zeit gewesen sein, bis jemand auf den Einfall kommen würde,
diese große Party auf eine Theaterbühne zu bringen. Gleichzeitig ist es auch
eine Gratwanderung, schließlich müssen sich alle Aufführungen am Film messen
lassen. Das Team dieser Produktion ist zumeist an sieben Abenden pro Woche auf
der Bühne, echte Knochenarbeit mit Lacheffekt - wenigstens fürs Publikum.
In
Ingolstadt wird das nicht anders sein, wenn die beiden Brüder, gespielt von
Brad Henshaw und Mark Lawson, mit ihren schwarzen Anzügen, schwarzen Hüten,
schwarzen Sonnenbrillen und ihrem schrägen Humor die Bühne betreten werden.
Cooler gehts nimmer.
Offizielle Seite zum Musical
Thomas Uhle
Volldampf an beiden Weihnachtsfeiertagen
 Wer
sich über Weihnachten etwas zuviel Speck bzw. Gänsebraten um die Hüften
rum angefressen hat, für den - aber natürlich nicht nur für den - ist
dies eine Gelegenheit, einige der Pfunde wieder wegzuschwitzen. An
beiden Weihnachtsfeiertagen sind in Ingolstadt nämlich Konzerte
angesagt, und die haben mit Besinnlichkeit und Melancholie wenig im
Sinn. Obwohl, ein wenig melancholisch darf man schon werden beim ersten
Gig, hieß es doch vor einem halben Jahr, beim Abschiedskonzert der Band
in der Neuen Welt, dass man die Ramblin' Five so schnell, wenn überhaupt,
nicht mehr erleben werde. Frontmann San2 (ein
Interview mit ihm gab's in unserer ersten Ausgabe) ging als Au Pair
nach San Francisco, spielt dort mittlerweile auch in einer Band
bzw. hat einige Musiker um sich geschart. Über Weihnachten nun kommt er
zurück nach Ingolstadt, und das darf natürlich nicht ungenutzt bleiben
- also gibt's am 2. Weihnachtsfeiertag um 20 Uhr einen
kostenlosen Auftritt der Ramblin' Five im Diagonal. Einlass ist ab 19
Uhr.
Besinnlich wird's im Ohrakel
ganz sicher nicht zugehen, denn da sorgen Totem, Porridge und Cycodad am
1. Weihnachtsfeiertag ab 20.30 Uhr für reichlich Lärm und Stimmung
in der Bude. Leider ist der Ohrakel-Website nichts zu entnehmen (das
wird allmählich zum Running Gag hier...), also einfach hingehen und
schauen. Vielleicht findet's sogar statt.
Intelligenter hören beim Zündfunk
 Viele
Sender gibt's nicht in unseren Breitengraden, die man hören kann, ohne
nach kurzer Zeit das Weite zu suchen. Bayern 2 aber hat ein Juwel in
seinen Reihen, und das heißt "Zündfunk". Und dieser Zündfunk
- nicht genug, dass er schon übers ganze Jahr verteilt kleine Perlen
unters hörende Jungvolk verschleudert - beglückt seine treuen Fans mit
täglichen Jahresrückblicken zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag,
jeweils von 17.04 bis 17.55 Uhr. Zur Einstimmung gibt's am 23. und
24. Dezember die besten Singles und Alben des Jahres. Weiter geht's mit
den Musikstilen, die sich in 2000 etabliert haben, mit Szene- und
Genre-News. Es gibt minimalistische Detroit House-Tracks, verfrickelte
Elektronik, fetten HipHop, chromblinkende Two Step und zuckersüßen Pop
(dem SZ-TV-Magazin entnommen, danke). Die Sendungen sind persönlich und
richten sich an Musikexpeten wie auch an Leute, die einfach einen Song
nochmal hören wollen.
Uwe
Ziegler
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