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  Ausgabe 19 : Vorberichte

  
 
 
 
   Vorberichte
 
 
 
 
 
 
 
 

Experimentierfreudig


(c) gsaZSie sind eine Ausnahmeerscheinung in der Ingolstädter Musikszene: gsaZ, die fünfköpfige Band, in deren Mittelpunkt Sängerin Birgit Giesl (Ingolstadts Antwort auf Shirley Manson?) steht. Eintönig kann den Musikern ihr Projekt noch nie vorgekommen sein, denn auf ihren bisher veröffentlichten CDs war nicht nur die Musik immer einen Schritt vor- oder seitwärts gegangen. Mit der Entwicklung des bandeigenen Sounds hatte sich die Band von "Best B for End" gleich in gsaZ umbenannt. Musikalisch ging es ohnehin immer eher im Zickzack-Kurs. Davon hat sowohl die Band profitiert, die dadurch immer frisch klang, als auch das Publikum, das wohl auch an diesem Samstag eine gelungene Mixtur aus elektronisch beeinflusstem Space-Rock serviert bekommt.

Zum Doppelpack gehört auch die Band tillmann aus dem Augsburger Raum, die ihren druckvollen deutschsprachigen  Rock und Stücke ihrer kommenden dritten CD präsentieren wird.

Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch auf die neu gestaltete Homepage des "Ohrakel" hinweisen. Endlich mit ordentlicher Vorschau anstatt der üblichen Rückschau. 


Samstag, 10. Februar 2001 um 21 Uhr im "Ohrakel"


gsaZ im Internet

tillmann im Internet




Alt, weise und hip


Theaterintendant Wolfgang Krempel verabschiedet sich mit seiner Inszenierung von Lessings "Nathan der Weise". Obwohl das Stück bereits im 18. Jahrhundert entstand, ist es kein bisschen in die Jahre gekommen. Verfasst als Lessings Reaktion auf seine letzte große Auseinandersetzung mit dem Lutheraner Goetze, ist es eine Geschichte über das Übel von religiösem Fanatismus, Engstirnigkeit und Unmündigkeit.

Verschiedene Termine im Februar und März im Stadttheater Ingolstadt


Theater Ingolstadt im Internet




Blues, ganz laut


Hamburg Blues Band Das könnte ein denkwürdiger Abend werden, ohne dass musikalisch Innovatives ins Spiel kommen muß. Denkwürdig könnte bereits die Besetzung der Hamburg Blues Band sein, wenn diese ihre Mischung aus Boogie, Blues und Rhythm´n´Blues von der Bühne schmettert: Dick Heckstall-Smith (früher Colosseum), Alex Conti (früher Lake und Atlantis), der Schlagwerker von Stoppok, der Bass-Mann von Inga Rumpf und schließlich der stimmgewaltige Sänger Gerd Lange.

Dienstag, 6. Februar 2001 um 20.30 Uhr in der Neuen Welt


Artikel zur Hamburg Blues Band




Berlins Antwort auf die Lounge Lizards


Der Rote BereichTraditioneller Jazz ist ihre Sache nicht, dafür finden die drei Musiker von Der Rote Bereich ihre Ausflüge in die Grenzbereiche des improvisierter Klänge viel zu spannend. Nun besitzen der Berkley-Absolvent Möbus (arbeitete unter anderem mit Kenny Wheeler, Ray Anderson, Maria Joao), der Dolphy-Nachfahre Mahall (Aki Takase, Alexander von Schlippenbach) und der Multiinstrumentalist Schröder (Chet Baker, Randy Brecker, Joe Lovano, Herb Geller) sogar die Traute, auf einen Bass und damit den letzten Rest von Bodenhaftung zu verzichten. Schadet überhaupt nichts, sondern hilft sogar bei der Balance während des lässigen Spaziergangs in schwindelerregenden Höhen. Ihre neue Produktion "Love Me Tender" entzieht sich jeder Einordnung. Von eklektischen wie universellen Einflüssen gleichermaßen geleitet, schlachten die drei alles aus, was gerade in ihren Köpfen herumspukt. Derzeit gibt es kaum eine vergleichbar vielschichtige, erstaunlich simple, erfrischend selbstironische und zu jeder Sekunde interessante, eben typisch deutsche (berlinerische?) Musik. Der "Rote Bereich" zeigt auf, wie gescheite Avantgarde zu klingen hat, wenn sie auch ein Publikum erreichen soll: wie ein fesselndes, voller Überraschungen steckendes Hörspiel ohne Worte.


Samstag, 17. Februar 2001 um 20.30 Uhr im "Birdland", Neuburg/Donau

Birdland im Internet





Brille mit Biss


(c) Universal / HeineBeschlagen ist nicht nur die Brille von Götz Alsmann, sondern auch er selbst. Nämlich, wenn es um sein Talent als Entertainer und Pianist geht. Der Mann mit der Haifischflossen-Frisur ("Zimmer frei", WDR) hat soeben sein neues Album "Zuckersüß" veröffentlicht, und fegt damit die Grenze zwischen Schlager und Jazz einfach weg. Er stellt die Brücke zwischen Jump & Jive, Bossa & Bop, Mambo & Melancholie und Boogie & Blabla. Noch nicht obskur genug, knallt er all das nicht einfach dem Publikum vor den Latz, sondern präsentiert seine Musik mit deutschen Texten. Seine Band ist immer mit viel Spaß und Drive bei der Sache, und so steht einem vergnüglichen Abend mit Götz Alsmann & Band nichts im Weg.

Freitag, 9. Februar 2001 um 20.00 Uhr in der Fronte 79, Ingolstadt

Götz Alsmann Fanclub Homepage





Anmeldungen für "Musikszene" ab sofort möglich


Interessierte Künstler und Musiker können sich ab sofort für die "Ingolstädter Musikszene" anmelden, die auch heuer wieder im Sommer stattfinden wird. Bei diesem mittlerweile zum 16. Mal veranstalteten Amateur-Musikfestival können sich die Beteiligten einem größeren Publikum vorstellen. Zu Beginn der Reihe erscheint ein dickes Programmheft, das einen Überblick über sämtliche Auftritte in der "Neuen Welt" und im "Ohrakel" gibt.

Anmeldungen müssen Namen, Stilrichtung, die Zahl der Bandmitglieder und Werbematerial beinhalten und bis spätestens 31. März 2001 erfolgen. Möglich sind Anmeldungen im "Ohrakel", im "Goldenen Stern", der "Neuen Welt" sowie per Email.




Thomas Uhle
(5. Februar 2001)

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