|
|
Experimentierfreudig
 Sie
sind eine Ausnahmeerscheinung in der Ingolstädter Musikszene: gsaZ, die
fünfköpfige Band, in deren Mittelpunkt Sängerin Birgit Giesl
(Ingolstadts Antwort auf Shirley Manson?) steht.
Eintönig kann den Musikern ihr Projekt noch nie vorgekommen sein, denn
auf ihren bisher veröffentlichten CDs war nicht nur die Musik immer einen
Schritt vor- oder seitwärts gegangen. Mit der Entwicklung des bandeigenen
Sounds hatte sich die Band von "Best B for End" gleich in gsaZ
umbenannt. Musikalisch ging es ohnehin immer eher im Zickzack-Kurs. Davon
hat sowohl die Band profitiert, die dadurch immer frisch klang, als auch
das Publikum, das wohl auch an diesem Samstag eine gelungene Mixtur aus
elektronisch beeinflusstem Space-Rock serviert bekommt.
Zum Doppelpack gehört auch die Band tillmann aus dem Augsburger Raum, die
ihren druckvollen deutschsprachigen Rock und Stücke ihrer kommenden
dritten CD präsentieren wird.
Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch auf die neu gestaltete Homepage des
"Ohrakel" hinweisen. Endlich mit ordentlicher Vorschau anstatt
der üblichen Rückschau.
Samstag, 10. Februar 2001 um 21 Uhr im "Ohrakel"
Alt, weise und hip
Theaterintendant Wolfgang Krempel verabschiedet sich mit seiner
Inszenierung von Lessings "Nathan der Weise". Obwohl das
Stück bereits im 18. Jahrhundert entstand, ist es kein bisschen in die Jahre
gekommen. Verfasst als Lessings Reaktion auf seine letzte große
Auseinandersetzung mit dem Lutheraner Goetze, ist es eine Geschichte über
das Übel von religiösem Fanatismus, Engstirnigkeit und Unmündigkeit.
Verschiedene Termine im Februar und
März im Stadttheater Ingolstadt
Blues, ganz laut

Das könnte ein denkwürdiger Abend werden, ohne dass musikalisch
Innovatives ins Spiel kommen muß. Denkwürdig könnte bereits die
Besetzung der Hamburg Blues Band sein, wenn diese ihre Mischung aus
Boogie, Blues und Rhythm´n´Blues von der Bühne schmettert: Dick
Heckstall-Smith (früher Colosseum), Alex Conti (früher Lake und
Atlantis), der Schlagwerker von Stoppok, der Bass-Mann von Inga Rumpf und
schließlich der stimmgewaltige Sänger Gerd Lange.
Dienstag, 6. Februar 2001 um 20.30 Uhr in der Neuen Welt
Berlins Antwort auf die Lounge Lizards
 Traditioneller
Jazz ist ihre Sache nicht, dafür finden die drei Musiker von Der Rote
Bereich ihre Ausflüge in die Grenzbereiche des improvisierter Klänge
viel zu spannend. Nun besitzen der Berkley-Absolvent Möbus
(arbeitete unter anderem mit Kenny Wheeler, Ray Anderson, Maria Joao), der
Dolphy-Nachfahre Mahall (Aki Takase, Alexander von Schlippenbach) und der
Multiinstrumentalist Schröder (Chet Baker, Randy Brecker, Joe Lovano,
Herb Geller) sogar die Traute, auf einen Bass und damit den letzten Rest
von Bodenhaftung zu verzichten. Schadet überhaupt nichts, sondern hilft
sogar bei der Balance während des lässigen Spaziergangs in
schwindelerregenden Höhen. Ihre neue Produktion "Love Me
Tender" entzieht sich jeder Einordnung. Von eklektischen wie
universellen Einflüssen gleichermaßen geleitet, schlachten die drei
alles aus, was gerade in ihren Köpfen herumspukt. Derzeit gibt es kaum
eine vergleichbar vielschichtige, erstaunlich simple, erfrischend
selbstironische und zu jeder Sekunde interessante, eben typisch deutsche
(berlinerische?) Musik. Der "Rote Bereich" zeigt auf, wie
gescheite Avantgarde zu klingen hat, wenn sie auch ein Publikum erreichen
soll: wie ein fesselndes, voller Überraschungen steckendes Hörspiel ohne
Worte.
Samstag, 17. Februar 2001 um 20.30 Uhr im "Birdland",
Neuburg/Donau
Birdland im Internet
Brille mit Biss
 Beschlagen
ist nicht nur die Brille von Götz Alsmann, sondern auch er selbst.
Nämlich, wenn es um sein Talent als Entertainer und Pianist geht. Der
Mann mit der Haifischflossen-Frisur ("Zimmer frei", WDR) hat
soeben sein neues Album "Zuckersüß" veröffentlicht, und fegt
damit die Grenze zwischen Schlager und Jazz einfach weg. Er stellt die
Brücke zwischen Jump & Jive, Bossa & Bop, Mambo & Melancholie
und Boogie & Blabla. Noch nicht obskur genug, knallt er all das nicht
einfach dem Publikum vor den Latz, sondern präsentiert seine Musik mit
deutschen Texten. Seine Band ist immer mit viel Spaß und Drive bei der
Sache, und so steht einem vergnüglichen Abend mit Götz Alsmann &
Band nichts im Weg.
Freitag, 9. Februar 2001 um 20.00 Uhr in der Fronte 79, Ingolstadt
Götz Alsmann Fanclub Homepage
Anmeldungen für "Musikszene" ab sofort
möglich
Interessierte Künstler und Musiker können sich ab sofort für die
"Ingolstädter Musikszene" anmelden, die auch heuer wieder im
Sommer stattfinden wird. Bei diesem mittlerweile zum 16. Mal
veranstalteten Amateur-Musikfestival können sich die Beteiligten einem
größeren Publikum vorstellen. Zu Beginn der Reihe erscheint ein dickes
Programmheft, das einen Überblick über sämtliche Auftritte in der
"Neuen Welt" und im "Ohrakel" gibt.
Anmeldungen müssen Namen, Stilrichtung, die Zahl der Bandmitglieder und
Werbematerial beinhalten und bis spätestens 31. März 2001 erfolgen.
Möglich sind Anmeldungen im "Ohrakel", im "Goldenen
Stern", der "Neuen Welt" sowie per
Email.
|
|
|
|
|