
Der Autor besaß nie eine Flatrate, auch nicht die von T-Online,
schätzt aber die Vorzüge einer breitbandigen Verbindung.
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Flatrate ade!
Am 1. März war es vorbei: Der erste Ausflug deutscher User in die - mäßig
günstige - totale Vernetzung. Der Ex-Monopolist Telekom spielte seine ganze
Macht aus, und zwingt nun durch die Aufgabe der T-Online-Flatrate die
Surf-Zeit-verwöhnten User zum Umdenken, zumindest aber zum Umbestellen: Aus
einem knappen Dutzend neuer oder bereits bestehender Tarife soll also der User
seinen neuen Traum-Zugang wählen. Und das alles nur zum Wohle des Kunden
selbst, denn T-Online habe durch intensive Beobachtung der Flatrate-User
festgestellt, dass es einen typischen User gar nicht gibt. Glückwunsch,
T-Online, diese Erkenntnis ist wirklich, wirklich neu.
Daher bietet T-Online nun diverse unterschiedliche Tarife an, um die
Gewohnheiten ihrer User in den Griff zu bekommen, denn darin steckte der
eigentliche Pferdefuß des unbeschränkten Zugangs: Das Surf-Verhalten war zu
unkalkulierbar, Server waren zeitweise schlecht ausgelastet, meist aber hoffnungslos
überlastet. Die Bandbreite reicht eben bei weitem nicht aus, um jedem
Flatrate-User das anzubieten, wonach er am meisten begehrt: 24 Stunden Internet.
Und da beginnen schon die neuen Probleme: Zwar werden einige User zu anderen
Tarifen und Anbietern wechseln, die ihnen Zeitbeschränkungen auferlegen, was
die Bandbreiten-Situation ein wenig entspannt. Gleichzeitig bietet aber T-Online
den TDSL-Zugang an, mit noch mehr Bandbreite. Und der läuft noch nicht:
Wartezeiten von sechs Monaten sind hierbei keine Seltenheit, bringt die Telekom
doch weder das Geld zusammen, um die teure Verkabelung zu bezahlen, noch die
nötigen Router für die Verbindung von zu Hause bis zur nächsten
Verteilerstation. UMTS lässt grüßen.
Negative Nebeneffekt: Nicht genug, dass man bei T-Online nicht mehr flach surfen
kann, die Initiative des rosaroten Riesen hat nun auch andere Flatrate-Anbieter
gezwungen, ihren 24-Stunden-Zugang zu canceln. Schließlich sind bislang noch
alle anderen Anbieter auf das Netz der Telekom angewiesen, und ohne günstige
Konditionen geht da gar nichts mehr.
Kurz gesagt: T-Online bzw. Telekom versucht - entgegen eigener blauäugiger
Behauptungen - weiterhin, das Wachstum des Internets zu drosseln, um die
Kontrolle über diesen Markt nicht zu verlieren. Bislang ist das gelungen, but
the show will go on.
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