Georges Simenon: „Tropenkoller“
Mit seinem Roman „Tropenkoller“ entführt Georges Simenon den Leser auf den schwarzen Kontinent, ins westafrikanische Gabun des Jahres 1930. Der junge und wagemutige Joseph Timar, von seiner Familie mehr oder weniger aus Frankreich abgeschoben, soll in der dubiosen Sacova-Handelsgesellschaft mitten im Dschungel einen Vertreter ablösen. Von Manfred Orlick (09.11.2010)
|
Georges Simenon: „Die Verlobung des Monsieur Hire“
Von April 2008 bis September 2009 veröffentlichte der Diogenes Verlag Zürich sämtliche Maigret-Romane von Georges Simenon Immerhin 75 - also eine editorische Meisterleistung. Jeden Monat vier Krimis mit dem Pariser Kommissar Maigret. Doch dann war Schluss und viele Leser litten bald unter Entzugserscheinungen. Von Manfred Orlick (09.10.2010)
|
Elvis - The King
Elvis Presley … war der größte und erfolgreichste Popstar aller Zeiten … er war der unumstrittene „King of Rock’n’Roll“ … er war einfach der Größte. Von Manfred Orlick (25.08.2010)
|
Rock Shrines
Was haben Musiklegenden wie Jimi Hendrix, Buddy Holly, Freddie Mercury, Elvis Presley, Janis Joplin, John Lennon oder Michael Jackson gemeinsam? Sie sind viel zu früh verstorben, aber in ihren Songs und Hits leben sie weiter. Von Manfred Orlick (27.06.2010)
|
Kommissar Maigret … und kein Ende
Zum Abschluss seiner 75bändigen Neuedition der Maigret-Romane hat der Diogenes Verlag noch einmal vier Bücher zu dem berühmten Pariser Kommissar herausgebracht. Allen voran sämtliche Maigret-Geschichten in einem Band - also Lesestoff für jene Leser, die nach 75 Maigret-Krimis immer noch heiß sind auf Mordfälle, Erpressungen und schwierige Ermittlungen. Von Manfred Orlick (26.02.2010)
|
15.000 Seiten Verbrechen
Endlich … geschafft … zwischen April 2008 und Oktober 2009 erschienen im Diogenes Verlag sämtliche 75 Maigret-Romane von Georges Simenon in einer revidierten Neuausgabe: von Band 1 „Maigret und Pietr der Lette“ bis zum Schluss-Band „Maigret und Monsieur Charles“. Von Manfred Orlick (3.12.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der einsame Mann“
Es ist wieder einmal ein heißer Sommer in Paris. Alle sind im Urlaub, die Hälfte der Inspektoren und scheinbar auch die Verbrecher. Also nicht viel los in Maigrets Büro am Quai des Orfèvres. Doch dann wird der Kommissar zu den Markthallen gerufen. Von Manfred Orlick (03.11.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Spitzel“
Maigret wird mitten in der Nacht vom Telefon aus dem Schlaf geschreckt. Im Künstlerviertel am Montmartre wurde ein Leichnam entdeckt: Maurice Marcia, Inhaber des berühmten Restaurants „Sardine“. Ganz Paris kennt diesen Mann, also wird dieser Vorfall wieder einiges Aufsehen erregen, denn in dem „Sardine“ traf sich die elegante Welt der Seine-Metropole; aber auch bekannte Künstler und die Gangster der oberen Klasse gingen hier aus und ein. Von Manfred Orlick (03.11.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und Monsieur Charles“
Maigret hat noch drei Jahre bis zu seiner Pensionierung, da macht ihm der Polizeipräsident das Angebot, demnächst den Posten des Direktors der Kriminalpolizei zu übernehmen. Maigret ist aber mit Leib und Seele Leiter seiner Kriminalbrigade, ständige Büroarbeit wäre nichts für ihn, er muss unter Menschen sein und natürlich gelegentlich ein Bistro auf-suchen. Ohne groß darüber nachzudenken, lehnt er dankend ab und freut sich, dass es wieder einen neuen Fall gibt, seinen 75. und damit seinen letzten. Von Manfred Orlick (03.11.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und sein Jugendfreund“
In Maigrets Büro am Quai des Orfèvres taucht sein alter Jugendfreund Léon Florentin auf. Fünfunddreißig Jahre lang hatte Maigret keinen Mitschüler getroffen und nun aus-gerechnet diesen Léon Florentin. Der ist inzwischen Antiquar und kommt aus der Wohnung seiner Freundin Josephine Papet, die in ihrem Schlafzimmer ermordet wurde, während Léon sich angeblich im Ankleidezimmer versteckte. Die junge Frau ließ sich von mehreren reiferen Herren aushalten, ohne dass diese etwas voneinander wussten. Jeder hatte nur an bestimmten Wochentagen sein Schäferstündchen bei Josephine. Von Manfred Orlick (15.10.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Messerstecher“
Familie Maigret ist bei dem befreundeten Ehepaar Pardon zum Abendessen eingeladen. Da klingelt ein im gleichen Wohnblock lebender Pizzabäcker stürmisch an der Tür: Draußen auf dem Gehsteig liegt ein Schwerverletzter. Maigret und Dr. Pardon eilen zum Tatort, wo sie einen jungen Mann finden, der einen Kassettenrekorder um den Hals hängen hat. Auf den am Boden Liegenden wurde mehrfach eingestochen. Wenig später verstirbt er im Krankenhaus. Von Manfred Orlick (15.10.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Weinhändler“
Kommissar Maigret verhört geraden einen jungen Mann. Der arme Kerl ohne Eltern hat seine Großmutter wegen ein paar Franc erschlagen. Da wird Maigret zu einem anderen Mordfall gerufen. Ein völlig anderes Milieu. In einem großbürgerlichen Viertel, in dem es nur selten Verbrechen gibt, wurde Oscar Chabut niedergeschossen. Ein wichtiger Mann, einer der größten Weinhändler in Paris. Von Manfred Orlick (15.10.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die verrückte Witwe“
Seit einigen Tagen schleicht eine alte Dame um das Polizeigebäude am Quai des Orfèvres. Sie möchte Kommissar Maigret sprechen, der aber beschäftigt ist. Daher muss die 86jährige mit Inspektor Lapointe vorliebnehmen. Ihm erzählt sie eine eher schrullig anmutende Geschichte von verrückten Gegenständen in ihrer Wohnung. Neben dieser scheinbaren Banalität hat sie zudem den Eindruck, dass sie verfolgt wird. Für sie geht es um Leben oder Tod. Von Manfred Orlick (15.10.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Fall Nahour“
Mitten in der Nacht wird Maigret aus seinen Albträumen gerissen. Am Telefon ist sein langjähriger Freund Dr. Pardon. Den gutmütigen Arzt hatte gegen ein Uhr ein Pärchen in seiner Praxis aufgesucht, wobei die junge Frau eine stark blutende Schussverletzung hatte. Beide schienen keine Franzosen zu sein. Nachdem Pardon die Kugel entfernt hatte, waren die beiden Unbekannten in einem günstigen Moment verschwunden, wahrscheinlich mit einem Sportwagen. Vorher hatten sie dem verdutztem Arzt noch eine Geschichte von einem Schuss aus einem vorbeifahrenden Auto aufgetischt. Von Manfred Orlick (19.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret in Künstlerkreisen“
Während Madame Maigret die dritte Fahrstunde für ihren Führerschein absolviert, fährt ihr Mann mit dem Bus ins Büro. In dem Gerempel auf der offenen Plattform wird ihm die Brieftasche von einem jungen Mann gestohlen. Ärgerlich, nicht wegen der 50 Francs sondern wegen seiner Dienstmarke, bei deren Verlust - so sieht es die Vorschrift vor - ein Monatsgehalt einbehalten wird. Von Manfred Orlick (19.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret in Kur“
Madame Maigret, die inzwischen ihren Führerschein hat, chauffiert ihren Mann Jules nach Vichy zur Kur. Ein paar Tage zuvor hatte ihn sein langjähriger Freund Dr. Pardon gründlich untersucht. Fazit: In Anbetracht seines Alters erfreut sich Maigret einer außerordentlich guten Gesundheit, aber eine Kur würde ihm sehr gut tun. Eine gründliche Entschlackung des ganzen Körpers. Pardon schickt ihn gemeinsam mit seiner Frau nach Vichy.
Von Manfred Orlick (19.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret zögert“
Anonyme Briefe sind für Kommissar Maigret keine Seltenheit. Unzählige Briefe von Verrückten und Irren landeten während seiner Laufbahn schon auf seinem Schreibtisch. Aber dieser Brief, den er zwischen seiner Post findet, zeichnet sich durch ein äußerst exquisites Papier aus. Darin wird in sehr gewählten Worten ein Mord angekündigt. Von Manfred Orlick (19.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret gerät in Wut“
Seit Kommissar Maigret die Kriminalabteilung leitete, befasste er sich selten mit dem Rotlicht-Milieu, in dem er sich früher zwar gut ausgekannt hatte, das dann aber mehr und mehr aus seinem Blickfeld geraten war. Doch jetzt bat ihn sein Inspektor Lucas um Hilfe. Von Manfred Orlick (02.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und das Gespenst“
Nach einem stundenlangen Verhör kommt Kommissar Maigret erst spät nach Mitternacht erschöpft nach Hause. Doch schon am frühen Morgen wird er aus dem Schlaf gerissen. Inspektor Lognon ist schwer verletzt, er wurde von zwei Kugeln getroffen. Das Attentat fand auf offener Straße statt. Obwohl Lognon ein ziemlicher Griesgram ist, eilt Maigret ins Krankenhaus, wo sein Kollege gerade auf dem Operationstisch liegt. Trotzdem ist nicht sicher, ob er durchkommen wird. Von Manfred Orlick (02.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret verteidigt sich“
Kommissar Maigret ist 52 Jahre alt und hat noch drei Jahre bis zu seiner Pensionierung und dann passiert das: er hat sich im Büro des Herrn Polizeipräfekten einzufinden. Maigret hat keine Ahnung, worum es geht. Die Anschuldigungen sind jedoch immens. Ein gewisser Monsieur Prieur, der Berichterstatter im Staatsrat ist, hat sich beim Innenminister beschwert, dass Maigret versucht habe, sich an seiner Nichte zu vergreifen. Von Manfred Orlick (02.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret lässt sich Zeit“
Die Maigrets haben ein ländliches Wochenende in Meung-sur-Loire verbracht, wo sie weiter ihr Haus herrichteten, das sie für Maigrets in zwei Jahren bevorstehende Pensionierung gekauft haben. Von Manfred Orlick (02.08.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der faule Dieb“
Mitten in der Nacht holt das Telefon Maigret aus dem Schlaf. Fumel, ein alter Kollege, berichtet, dass zwei Beamte auf ihrer Fahrradstreife eine Leiche entdeckt haben. Ihm kommt die Sache nicht ganz geheuer vor, deshalb holt er inoffiziell Maigret aus den Federn. Eigentlich dürfte er das nicht ohne ein Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft. Von Manfred Orlick (29.06.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die braven Leute“
Familie Maigret ist vor einigen Tagen aus dem Urlaub zurückgekehrt, aus ihrem Häuschen in Mesung-sur-Loire, das sie für Maigrets bevorstehende Pensionierung weiter eingerichtet hatte. Da holt ihn ein nächtlicher Anruf in den polizeilichen Alltag von Paris zurück. Von Manfred Orlick (29.06.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Samstagsklient“
Ein merkwürdiger Mann verfolgt Maigret bis in die Wohnung. Maigret kennt diesen Mann mit der Hasenscharte. Er hat schon mehrfach im Wartezimmer des Kommissariats am Quai des Orfévres gesessen - immer an einem Samstagnachmittag, deshalb hatte er schon den Spitznamen „Samstagsklient“ bekommen. Doch meistens war der dann verschwunden, ehe man ihn aufgerufen hatte. Von Manfred Orlick (29.06.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Clochard“
Es war fast wie ein ehernes Gesetz in Paris: Einen armen Schlucker bringt man nicht um. Das hatte Maigret in seiner langen Laufbahn noch nicht erlebt. Und doch hatte man einen Mordversuch auf einen Clochard unternommen. Ein Unbekannter hatte ihm den Schädel eingeschlagen und ihn anschließend in die Seine geworfen. Von Manfred Orlick (29.06.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die alten Leute“
„Es war einer dieser selten schönen Maimonate“, die man nie vergisst. Maigret wird an seine Kindheit und an seinen ersten Frühling in Paris erinnert. So schön und idyllisch soll es aber nicht bleiben. Er wird zu seinem Chef der Kriminalpolizei gerufen, der Maigret als erfahrenen Polizisten ins Außenministerium schickt. Dort hatte sich die ältliche Haushälterin des Grafen de Saint-Hilaire gemeldet. Mademoiselle Larrieu hatte am Morgen den ehemaligen französischen Botschafter in Sankt Petersburg in seinem Arbeitszimmer tot aufgefunden. Von Manfred Orlick (21.05.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die widerspenstigen Zeugen“
Kommissar Maigret wird in eine alte Villa in den Pariser Vorort Ivry gerufen. Dort wurde am Morgen der Keksfabrikant Léonard Lachaume von der Hausdienerin tot in seinem Bett aufgefunden - aus nächster Nähe erschossen. Maigret trifft auf eine äußerst düstere Atmosphäre in einem verkommenen Haus, in dem die Zeit scheinbar seit Jahrzehnten stillsteht. Selbst die Mitbewohner haben etwas Altmodisches und Angestaubtes an sich. In dem ganzen Haus wirkt alles der Zeit und dem Leben entrückt. Von Manfred Orlick (20.05.2009)
|
Georges Simenon: „Maigrets Geständnis“
Der Fall liegt schon einige Jahre zurück. Damals wurde Adrien Josset auf Maigrets Anweisung in sein Büro überstellt. Der 40jährige Mann hatte sich am Morgen bei seiner zuständigen Pariser Polizeiwache gemeldet und berichtet, dass seine Frau tot in ihrem Schlafzimmer lag. Die Polizei eilte zum Tatort und fand die Angaben auf grausame Weise bestätigt: Christine Josset war mit zig Messerstichen bestialisch ermordet worden. Auf dem Revier verhörte man den Ehemann und stempelte ihn ziemlich schnell zum Hauptverdächtigen, ja zum Täter ab. Von Manfred Orlick (20.05.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret vor dem Schwurgericht“
Kommissar Maigret muss vor dem Schwurgericht über seine Ermittlungen in einem Mordfall aussagen. Das ist für ihn der unangenehmste Teil seiner Tätigkeit. In seinem Büro am Quai des Orfèvres wird der Kampf unter Menschen ausgetragen, steht er dem Verdächtigen in Augenhöhe gegenüber, aber der Gerichtssaal des Justizpalastes ist eine andere Welt, hier gibt es feierliche und abgeschmackte Spielregeln, hier werden die Menschen auf ein Urteil reduziert.
Von Manfred Orlick (20.05.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret hat Skrupel“
Anfang Januar - es schneit. In den Büros am Quai des Orfèvres herrscht gähnende Leere. Nach den Feiertagen leben die Pariser auf Sparflamme, leicht verkatert und scheinbar ziemlich friedlich. Da schneit ein Mann in Maigrets Büro hinein: Xavier Marton. Er ist Chefverkäufer in der Spielwarenabteilung eines großen Pariser Warenhauses, spezialisiert auf elektrische Spielzeugeisenbahnen. Von Manfred Orlick (27.04.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret erlebt eine Niederlage“
Kommissar Maigret hat eine ausgesprochene Stinklaune, in den Büros am Quai des Orfèvres herrscht eine Stimmung wie vor einer Hinrichtung. Schuld ist ein kalter und regnerischer März, der den Krankenstand unter seinen Inspektoren auf Rekordhöhe treibt. Von Manfred Orlick (26.04.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret amüsiert sich“
Dr. Pardon, Maigrets Freund und Arzt, hatte ihm dringend empfohlen, einmal Urlaub zu machen. Bei der Urlaubsplanung gab es dann allerdings Probleme und so blieb schließlich nur ein Urlaub daheim in Paris übrig. Madame Maigret befürchtet zwar, dass ihr Mann beim erstbesten Fall wieder in sein Büro stürmt. Doch der versichert: „Nein, ich schwöre es dir!“ Außerdem hat er überall erzählt, dass sie ans Meer nach Les Sables-d’Olonne fahren würden. Von Manfred Orlick (26.04.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret auf Reisen“
Kommissar Maigret taucht in dem Roman erst auf Seite 16 auf - ein untrüglicher Hinweis dafür, dass es sich um einen unangenehmen Fall handeln wird. Maigret wird ins Hotel „Georg V“ gerufen, dort hat man Colonel Ward am Morgen tot in seiner Badewanne gefunden. Den Namen hatte Maigret schon öfters in der Zeitung gelesen. Von Manfred Orlick (26.04.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die kopflose Leiche“
Ein alter Schiffskahn wühlt mit seiner Schiffsschraube an einer Schleuse des Pariser Saint-Martin-Kanals einen menschlichen Arm aus dem Schlamm an die Wasseroberfläche. Einen Männerarm, braun behaart. Zerstückelte Leichen sind in den Pariser Kanälen keine Seltenheit, aber meist handelt sich es um Frauen, die auf diese Weise um die Ecke gebracht werden, irgendwelche billigen Nutten. Aber eine männliche Leiche, das weckt nicht nur das Interesse Maigrets; nein jeder, der davon erfährt, ist erstaunt. Von Manfred Orlick (21.03.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret stellt eine Falle“
Das ist der beklemmendste Fall in Maigrets bisheriger Laufbahn. Innerhalb von sechs Monaten waren fünf Frauen das Opfer ein und desselben Mörders geworden. Seltsamerweise waren die fünf Verbrechen ausschließlich in einem kleinem Gebiet von Montmartre verübt worden. Seitdem lebt die Bevölkerung in panischer Angst. Von Manfred Orlick (21.03.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die junge Tote“
Nach einem stundenlangen Verhör wird Kommissar Maigret durch einen Notruf zum Place Vintimille gerufen. Auf dem kleinen Pariser Platz wurde mitten in der Nacht die Leiche einer jungen Frau gefunden. Als Maigret dort eintrifft, stellt er fest, dass dies eigentlich das Revier seines Kollegen Lognon ist, der schon vor Ort ist. Die Tote hat nur ein billiges blaues Abendkleid an, dazu einen versilberten Schuh und besitzt keine Handtasche. Alles deutet zunächst auf einen Raubüberfall auf ein Animiermädchen oder eine Nachtclubtänzerin hin. Doch der Mord geschah nicht am Place Vintimille. Von Manfred Orlick (16.03.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Minister“
Maigret hält nicht viel von Politik. Im Laufe seiner Karriere hatten sich schon öfter Politiker, Abgeordnete und andere hochgestellte Persönlichkeiten an ihn gewandt, aber immer auf dem Dienstweg. Doch dieses Mal meldet sich Minister Auguste Point bei ihm persönlich und dazu noch heimlich aus einer öffentlichen Telefonzelle. Maigret möge ihn dringend aufsuchen. Also macht sich Maigret noch vor Mitternacht auf den Weg.
Von Manfred Orlick (16.03.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Mann auf der Bank“
Kommissar Maigret wird zum Boulevard Saint-Martin gerufen. Dort ist in einer winzigen Sackgasse ein toter Mann mit einem Messer im Rücken gefunden wurden. Nach Auskunft des Arztes muss der Tod sofort eingetreten sein. Laut Ausweispapiere handelt es sich um den Lagerverwalter Louis Thouret. Der Tote war sauber gekleidet, nur die auffallend gelben Schuhe und die rote Krawatte wollen nicht zu dem gepflegten Äußeren passen. Von Manfred Orlick (03.03.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret hat Angst“
Kommissar Maigret ist auf der Rückreise von einem langweiligen Polizeikongress in Bordeaux. Nur widerwillig und auf Drängen seiner Frau steigt er unterwegs aus dem Bummelzug, um die wiederholte Einladung seines Freundes Julien Chabot anzunehmen. Beide haben sich seit Jahren schon nicht mehr gesehen. Doch kaum ist er im Hotel abgestiegen - er will seinem Freund nicht zur Last fallen - hat die Presse bereits den berühmten Kommissar aus Paris entdeckt. Die geht davon aus, dass sich Maigret wegen der letzten beiden Mordfälle in der Kleinstadt Fontenay-le-Comte aufhält. Maigret hat jedoch keine Ahnung davon, denn seit Tagen hat er keine Zeitung gelesen. Von Manfred Orlick (03.03.2009)
|
Georges Simenon: „Hier irrt Maigret“
Während des Frühstücks wird Maigret von Polizeikommissar Dupeu angerufen und um Hilfe gebeten: In der Avenue Carnot hat die Putzfrau Désirée Brault die Leiche einer gewissen Louise Filou gefunden. Seit fast einem Jahr macht die Reinemachefrau jeden Vormittag in der Wohnung der jungen Frau sauber, die jetzt durch einen Kopfschuss aus nächster Nähe ermordet wurde. Von Manfred Orlick (03.03.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die schrecklichen Kinder“
Endlich Frühling in Paris. Beschwingt kommt Maigret am Morgen in sein Büro am Quai des Orfèvres, wo ein hageres „Rattengesicht“ im Wartezimmer sitzt. Doch Maigret muss zum Rapport, wo ihn sein Chef bittet, sich wegen einer Bankunterschlagung einmal mit dem stellvertretenden Bank-Chef zu unterhalten. Nach dem kurzen Besuch in der Bank und einer kleinen Einkehr in eine Brasserie kehrt Maigret in sein Büro zurück, wo das „Häufchen Elend“ immer noch auf ihn wartet. Von Manfred Orlick (03.03.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret als möblierter Herr"
Madame Maigret weilt bei ihrer Schwester im Elsass, die das Krankenbett hüten muss. Ihr Mann daheim weiß nichts mit sich anzufangen und so streift Maigret nach Dienstschluss einsam durch das abendliche Paris. Als er spät nach Hause kommt, klingelt das Telefon. Ein dringender Anruf aus seinem Büro: Auf den diensthabenden Inspektor Janvier wurde ein Mordanschlag verübt. Maigret eilt sofort ins Krankenhaus, wo dem jungen Janvier in einer Notoperation die Kugel entfernt wird. Janvier hatte die letzten Tage die kleine Pension der Mademoiselle Clement beschattet, denn sie war der Aufenthaltsort von Emile Paulus, der mit einem Spielzeugrevolver einen Raub in einem Nachtlokal verübt hatte. In der Pension hatte man einen Teil des geraubten Geldes gefunden, aber der Vogel Paulus war ausgeflogen. Von Manfred Orlick (25.01.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und die Bohnenstange“
In Maigrets Büro am Quai des Orfèvres erscheint eine alte Bekannte, Ernestine Jussiaume - genannt die Bohnenstange, die er vor siebzehn Jahren festgenommen hatte und die sich damals, um ihn zu ärgern, splitternackt ausgezogen hatte. Inzwischen war sie mit dem „traurigen Alfred“ verheiratet, der sich mit Tresorknacken den Lebensunterhalt verdiente. Früher hatte er sie gebaut, jetzt leerte er sie aus. Nur Glück hatte Alfred meistens keins. Von Manfred Orlick (25.01.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret Lognon und die Gangster“
Nach einem dringenden Anruf in seinem Büro am Quai des Orfèvres besucht Kommissar Maigret Madame Lognon. Sie ist die Gattin des trübsinnigen Inspektors Lognon, der von seinen Kollegen nur „Inspektor Griesgram“ genannt wird. Die kranke und an die Wohnung gebundene Madame erzählt Maigret Hilfe suchend, dass ausländische Gangster zweimal in die kleine Wohnung eingedrungen sind. Außerdem sei ihr Mann seit zwei Tagen verschwunden. Von Manfred Orlick (25.01.2009)
|
Georges Simenon: „Maigret und sein Revolver“
Madame Maigret ruft im Büro ihres Mannes an, um sich zu erkundigen, ob er zum Mittagessen nach Hause kommt. Ein junger Mann würde auf ihn warten und möchte ihn unbedingt sprechen. Maigret ist verwundert, denn es passiert äußerst selten, dass seine Frau ihn im Dienst anruft. Und warum hat ihn dieser junge Mann nicht in seinem Büro am Quai des Orfèvres aufgesucht? Von Manfred Orlick (25.01.2009)
|
Georges Simenon: „Madame Maigrets Freundin“
In den meisten Maigret-Romanen hat die liebenswürdige Madame Maigret nur eine Statistenrolle und verharrt im Hintergrund. Louise Maigret, wie sie eigentlich heißt, hält den Haushalt in Ordnung und kocht, wartet mit dem Essen stets auf ihren Mann, sie hält den Kontakt zu den Verwandten im Elsass aufrecht oder bereitet die gelegentlichen Urlaubsreisen dorthin vor. Von Manfred Orlick (16.12.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und die alte Dame“
In Maigrets Büro taucht eine reizende alte Dame auf, Valentine Besson, die Witwe eines ehemaligen Fabrikanten. Sie ist extra aus dem kleinen Küstenstädtchen Etretat angereist, um den berühmtesten Polizisten Frankreichs um Hilfe zu bitten. An ihrem Geburtstag wurde ein Giftanschlag auf sie verübt, dem jedoch durch Zufall ihr Dienstmädchen Rose zum Opfer fiel. Von Manfred Orlick (14.12.2008)
|
Georges Simenon: „Maigrets Memoiren“
Es scheint, als habe Georges Simenon in seinem 35. Maigret-Roman eine Art Bilanz gezogen. Der Autor hatte wohl erkannt, dass seine Romanfigur längst zu einem Mythos geworden war und daher verfasste er eine Art Autobiographie, in der er sich mit dem Leben und der Arbeit seines Kommissars ironisch auseinandersetzte. Oder ist es eher umgedreht und Kommissar Maigret geht hier kritisch mit seinem Schöpfer um? Von Manfred Orlick (14.12.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret, die Tänzerin und die Gräfin“
Früh morgens halb fünf erscheint die Stripteasetänzerin Arlette auf einem Polizeikommissariat und möchte eine Meldung machen. In der „Picratt’s“-Bar, in der sie jeden Abend auftritt, hat sie zufällig ein Gespräch zwischen zwei Männern (einer wurde wahrscheinlich Oscar genannt) belauscht, darin war von einem geplanten Mord an einer Gräfin die Rede. Die Beamten überführen die stark angetrunkene Tänzerin zur Absicherung ihrer recht vagen Aussagen in das Revier am Quai des Orfèvres. Aber auch hier bekommt man aus der jungen Frau nicht viel mehr heraus. Also schickt man sie nach Hause. Von Manfred Orlick (14.12.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und sein Toter“
In Maigrets Büro am Quai des Orfèvres sitzt eine alte Dame, die Maigret weismachen will, dass ihre Tochter, ihr Schwiegersohn und eine Nichte sie vergiften wollen und jeder der drei Verwandten soll es unabhängig von den anderen versuchen. Als das Telefon klingelt, ist Maigret zunächst erleichtert. Wenigstens ein paar Minuten Ruhe vor diesen Giftgeschichten. Doch der Anruf kommt aus einem Bistro von einem Mann, der sich von mehreren Unbekannten verfolgt fühlt. Von Manfred Orlick (29.11.2008)
|
Georges Simenon: „Maigrets erste Untersuchung“
Eigentlich müsste der dreißigste Band der Maigret-Reihe der allererste Maigret-Roman sein, denn Georges Simenon erzählt hier die Geschichte des ersten Falls von Jules Maigret, als er noch ein Anfänger war, der Sekretär von Kommissar Le Bret. Von Manfred Orlick (29.11.2008)
|
Georges Simenon: „Mein Freund Maigret“
Kommissar Maigret hat einen englischen Gast an seiner Seite: Inspektor Pyke von Scotland Yard, der die Arbeit der Pariser Kollegen und vor allem die Arbeitsmethoden des auch an der Themse bekannten Kommissars Maigret studieren soll. Dabei hat Maigret gar keine Methode, er hat nur diesen sympathischen Pyke am Halse, der ihm seit Tagen auf Schritt und Tritt folgt. Von Manfred Orlick (29.11.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret in Arizona“
Jules Maigret ist auf einer ausgedehnten Studienreise in den USA. Überall wird er herumgereicht: in New Jersey, Maryland, Virginia, Texas … er weiß schon nicht mehr genau, wo er sich im Moment befindet. Nur die ungewohnte Hitze und die Kakteen erinnern ihn ständig daran, dass er in dem Wüsten-Bundesstaat Arizona, in der Grenzstadt Tucson, ist. Von Manfred Orlick (29.11.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret macht Ferien“
Endlich hat Madame Maigret ihren Mann dazu gebracht, einmal in die Ferien zu fahren. Doch die Idylle währt nicht lange, nach drei Tagen liegt sie im Krankenhaus: akute Blinddarmentzündung mit sofortiger Operation. Also verbringt Maigret allein die Tage in dem kleinen Städtchen Les Sables und besucht seine Frau jeden Nachmittag für eine halbe Stunde im Krankenhaus. Ansonsten langweilt er sich den lieben langen Tag, geht spazieren, schaut den Honoratioren der Stadt beim Bridgespiel zu, kehrt in das eine oder andere Bistro ein … und trinkt einfach zu viel Alkohol. Von Manfred Orlick (25.10.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und das Dienstmädchen“
In seiner langjährigen Laufbahn hat ja Kommissar Maigret schon allerhand erlebt, außergewöhnliche Kriminalfälle und seltsame Menschen, doch diese Félicie treibt ihn zur Weißglut. Das Dienstmädchen ist die wichtigste Zeugin in dem Mordfall an Jules Lapie, doch sie weigert sich beharrlich, zur Aufklärung beizutragen. Von Manfred Orlick (21.10.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret regt sich auf“
Es ist der zweite Sommer seit Maigrets Pensionierung. Während er im Liegestuhl seinen Gedanken nachgeht, ist Madame Maigret mit einer großen Schüssel voller Erbsen beschäftigt. Da wird die Gartenidylle von einer Dame stattlichen Alters jäh unterbrochen. Die resolute Bernadette Amorelle fordert Maigret auf - und dabei duldet sie keinen Widerspruch - den Tod ihrer Enkelin aufzuklären. Die 18jährige Monita ist vor ein paar Tagen an einem Stauwehr ertrunken, obwohl sie eine geübte Schwimmerin war. Von Manfred Orlick (21.10.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret in New York“
Seit einem Jahr ist Maigret im Ruhestand. Und genießt er nicht seine Freiheit, liebt er etwa nicht das Häuschen, das er liebevoll eingerichtet hat? Das Häuschen, von dem er sein Leben lang geträumt hat. Und doch verlässt er Haus und Frau, um in New York private Ermittlungen durchzuführen. Von Manfred Orlick (21.10.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und sein Rivale”
Kommissar Maigret schlüpft wieder einmal in die Rolle des Privatdetektivs. Ein alter Bekannter, der Untersuchungsrichter Bréjon, hat ihn gebeten, sich der Sache seines Schwagers Ètienne Naud anzunehmen. Die Familie Naud befindet sich in einer schrecklichen Lage, denn man bezichtigt sie ziemlich unverhohlen, einen jungen Mann getötet zu haben. Von Manfred Orlick (03.10.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret im Haus des Richters“
Kommissar Maigret lernt die Schattenseiten seines Berufes kennen: er ist vor drei Monaten als Hauptkommissar nach Lucon in die Provinz versetzt wurden. Nicht einmal seine Frau weiß, weshalb er in Paris in Ungnade gefallen ist. In Lucon wohnen sie in einer Mietwohnung über dem Geschäft eines Klavierhändlers, da sind Reibereien nicht ausgeschlossen. Die Arbeit langweilt Maigret dermaßen, dass er sich mit Billardspielen die Zeit vertreibt. Von Manfred Orlick (30.09.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret verliert eine Verehrerin“
Armer alter Maigret - er muss einen der schwersten Schläge seiner Laufbahn einstecken. Seit sechs Monaten war die schielende Mademoiselle Cécile Pardon jeden Morgen zum Quai des Orfèvres gekommen und hatte stets geduldig vor Maigrets Büro gewartet. Die mit 28 Jahren eigentlich junge Frau, die aber eher einen altjüngferlichen Eindruck hinterlässt, pflegt seit Jahren ihre nahezu gelähmte Tante Juliette. Immer wieder berichtete Cécile dem Kommissar von merkwürdigen Dingen, die in der Nacht in der Wohnung ihrer Tante passieren: verrückte Möbelstücke, Tintenspuren oder Zigarettenrauch. Von Manfred Orlick (30.09.2008)
|
Georges Simenon:
„Maigret contra Picpus“
Halb Paris ist im Urlaub und der Rest sitzt an diesem heißen Sommertag unter den Markisen der Terrassen bei einem kühlen Getränk. Auch Kommissar Maigret wünscht sich ein frisch gezapftes Bier. Doch daraus wird nichts, denn ein geheimnisvoller „Picpus“ hat am Tag zuvor einen Mord angekündigt: „Morgen Nachmittag um fünf töte ich die Wahrsagerin. Gezeichnet: Picpus“. Von Manfred Orlick (30.09.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und die Keller des ‚Majestic’“
Sechs Jahre lang hatte Georges Simenon keinen Maigret-Roman geschrieben, im Winter 1939/40 nahm er sich seines erfolgreichen Kommissars wieder an. Obwohl er zwischenzeitlich etliche Non-Maigrets verfasst hatte, fühlte sich Simenon aufgrund seiner tiefverwurzelten Arbeitsmoral unbehaglich, wenn er allzulang dem Schreibtisch fernblieb. Außerdem war für ihn das Schreiben der Maigrets eine wunderbare Zerstreuung. Von Manfred Orlick (15.09.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und sein Neffe“
Mitten in der Nacht rüttelt jemand an Maigrets Haustür und trommelt ihn aus dem Bett. Es ist sein Neffe Philippe, der zu nachtschlafener Zeit mit einem Taxi von Paris nach Meung an der Loire gefahren ist. Hier in der Provinz hat sein Onkel vor einiger Zeit sein verdientes Rentner-Dasein in einem kleinen Häuschen begonnen. Von Manfred Orlick (14.09.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret in Nöten“
Wieder einmal spielt ein Maigret-Roman im Milieu der Binnenschiffer, das Simenon so genial beschreiben kann. Im Mittelpunkt steht der Reeder Emile Ducreau, der in der Gegend die Nummer Eins in der Schiffsbranche ist. Er besitzt unzählige Frachtkähne und Werften. Außerdem hat er Kiesgruben und Ziegeleien dazugekauft, um seine Schiffer auch in Krisenzeiten zu beschäftigen. Von Manfred Orlick (13.09.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret in der Liberty Bar“
Kommissar Maigret ist nach Antibes an der Cote d’Azur gerufen worden. Dort herrscht gerade Urlaubsstimmung, doch Maigret soll hier keine Ferien verbringen. Ein Australier namens Brown, der zehn Jahre lang mit zwei zweifelhaften Frauen in einer der Villen gelebt hat, ist durch einen Messerstich eines Unbekannten ermordet worden. Danach haben die Frauen die Leiche im Garten vergraben und versucht mit dem Geld zu fliehen. Von Manfred Orlick (13.09.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und der geheimnisvolle Kapitän“
Kommissar Maigret wird mit einem mysteriösen Fall konfrontiert: Ein alter Mann irrt orientierungslos in Paris umher. Ohne Identität und ohne Gedächtnis wird er schließlich aufgegriffen. Besonders verdächtig ist eine große Kopfwunde, die von einer Schusswunde stammt, die aber äußerst fachmännisch behandelt worden ist. Es bedarf fünf Tage voller penibler Nachforschungen, um herauszufinden, dass es sich um den ehemaligen Kapitän Joris aus dem bretonischen Fischerdorf Quistreham handelt, der dort als Hafenmeister tätig ist und vor sechs Wochen in einer Nebelnacht spurlos verschwunden war. Von Manfred Orlick (05.08.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Verrückte von Bergerac“
In seinem Pariser Büro gibt es gerade nichts Wichtiges zu tun, seine Frau ist bei ihrer Schwester im Elsass – also eine günstige Gelegenheit für Maigret, endlich seinen ehemaligen Kollegen Leduc in der Dordogne zu besuchen. Während der nächtlichen Zugfahrt benimmt sich ein Mitreisender äußerst sonderbar. An einer Langsamfahrstelle springt dieser aus dem Zug und Maigret in einer Reflexhandlung hinterher. Mit dem Ergebnis, dass der Unbekannte, dessen Gesicht er nicht gesehen hat, ihn mit einem Schuss ziemlich arg an der Schulter verletzt. Von Manfred Orlick (05.08.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret bei den Flamen“
Kommissar Maigret hat in diesem Fall keinen offiziellen Auftrag, er ermittelt auf Bitten eines Vetters seiner Frau. In Givet, einem nordfranzösischen Provinznest an der belgischen Grenze, ist ein junges Mädchen verschwunden. Es wird vermutet, dass Mademoiselle Germaine Piedboeuf ermordet und ihre Leiche versteckt wurde. Verdächtigt wird eine Familie Peeters, die direkt an der Grenze einen kleinen Lebensmittelladen betreibt. Von Manfred Orlick (31.07.2008)
|
Georges Simenon - „Maigret und die Affäre Saint-Fiacre“
In dem Pariser Kriminalbüro hatte tagelang ein kariertes Blatt herumgelegen mit der Mitteilung eines Unbekannten: Während der Frühmesse zu Allerseelen wird in der Kirche Saint-Fiacre ein Verbrechen geschehen. Alle hielten den Zettel für einen Scherz, bis Kommissar Maigret die Nachricht entdeckte. Saint-Fiacre, das war doch sein Geburtsort. Nach dem Tod seines Vaters, der hier dreißig Jahre als Schlossverwalter gearbeitet hatte, war er nicht mehr in dem unscheinbaren Ort gewesen. Von Manfred Orlick (16.07.2008)
|
Georges Simenon - „Maigret und das Schattenspiel“
Kommissar Maigret wird spät am Abend zum Place des Vosges geschickt. Dort hat Madame Bourcier, die Concierge eines Mietshauses, per Telefon bei der Polizei ein Verbrechen gemeldet. Als Maigret eintrifft, führt sie ihn in einen spärlich erleuchteten Hinterhof, wo sich die Büro- und Laborräume einer kleinen Arzneimittel-Firma befinden. Von Manfred Orlick (27.06.2008)
|
Georges Simenon - „Maigret und die kleine Landkneipe“
Vor drei Monaten hatte Kommissar Maigret den jungen Saint- Antoine Lenoir festgenommen, nun besucht er den Mörder noch einmal in seiner Zelle. Das Gnadengesuch ist abgelehnt und die Hinrichtung für den nächsten Morgen angesetzt. Da erzählt ihm der zum Tode Verurteilte, dass er als 16jähriger mit einem Kumpel jahrelang einen Mann erpresste, den sie beobachtet hatten, wie er eine Leiche in einem Kanal versenkte. Doch eines guten Tages verschwand der gute Mann, bis er ihn vor seiner Verhaftung zufällig in der „Landkneipe zum Letzten Sou“ wieder sah. Mehr konnte Maigret aus dem armen Lenoir nicht herausholen. Von Manfred Orlick (27.06.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret am Treffen der Neufundlandfahrer“
Maigrets Ehefrau verstaut gerade die letzten Sachen in den Koffern für die alljährliche Urlaubsreise zu den Verwandten im Elsaß. Ihr Mann liest ihr dabei einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Jorissen vor. Dieser bittet ihn, Pierre Le Clinche, der sich als Funker auf dem Fischerdampfer „Ocean“ verdingt hatte, aus der Klemme zu helfen. Von Manfred Orlick (14.06.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und der Spion“
Jean und René schlagen sich die Nächte um die Ohren. In der zweifelhaften Bar „Gai-Moulin“ machen sie der Tänzerin den Hof. Aber die aufreizende Adèle ist eine Nummer zu groß für die beiden 16jährigen Burschen. Außerdem sind sie in Geldnöten. Sie müssen so schnell wie möglich an Geld kommen, also verstecken sie sich im Keller und warten, bis das Nachtlokal schließt. Doch statt der Kasse stoßen sie im Dunkeln auf einen leblosen Körper, der am Boden vor der Bar liegt. Ein reicher Grieche, der zuvor noch Sekt spendiert hatte. Durch eine Hintertür machen sich die beiden schleunigst davon. Von Manfred Orlick (04.06.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und das Verbrechen in Holland“
Zum ersten Mal ermittelt Kommissar Maigret außerhalb Frankreichs. Wegen eines Mordfalls wird er nach Holland gerufen. In der Kleinstadt Delfzijl ist Monsieur Conrad Popinga, Lehrer an einer Marineschule, ermordet wurden. Unter Mordverdacht steht ein gewisser Jean Duclos, ein angesehener Kriminalistik-Professor aus Frankreich, der sich gerade auf einer Vortragsreise mit Zwischenstation in Delfzijl befand. Von Manfred Orlick (22.05.2008)
|
Georges Simenon: „Maigrets Nacht an der Kreuzung“
Seit siebzehn Stunden verhört Kommissar Maigret im Wechsel mit Inspektor Lucas einen Mordverdächtigen. Siebzehn Stunden scharfes Verhör! Vor Beginn hat man Carl Andersen die Schnürsenkel, den falschen Kragen und die Krawatte abgenommen und seine Taschen geleert. Obwohl die Beweislast gegen den eleganten, wenn auch etwas heruntergekommenen Dänen erdrückend ist, setzt ihn Maigret schließlich auf freien Fuß. Von Manfred Orlick (15.05.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret und der gelbe Hund"
In Concarneau, einer Kleinstadt an der bretonischen Küste, geht die Angst um, denn das bisher friedlich-gleichmäßige Leben wird durch eine Serie mysteriöser Verbrechen gestört. Sie scheinen sich alle gegen eine Gruppe von Honoratioren zu richten. Da wird zuerst der ehrenwerte Weinhändler der Stadt, Monsieur Mostaguen, auf dem nächtlichen Heimweg von der Kneipe angeschossen, dann verschwindet ein Journalist spurlos, und auf die Verbliebenen wird ein Giftanschlag mit Strychnin verübt. Von Manfred Orlick (09.05.2008)
|
Georges Simenon: „Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes“
„Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes“ ist der fünfte Band sämtlicher Maigret-Romane und damit einer der ganz frühen Romane in dieser Krimi-Reihe. Georges Simenon ist hier bereits ein großer Wurf gelungen, der im Erscheinungsjahr 1931 als „bester Krimi des Jahres“ ausgezeichnet und bereits ein Jahr später verfilmt wurde. Von Manfred Orlick (08.05.2008)
|
Georges Simenon - „Maigret und Pietr der Lette“
„Kriminalkommissar Maigret von der Ersten Mobilen Einsatztruppe hob den Kopf …“ – mit diesem Satz betritt der unvergessliche Kommissar Jules Maigret und sein Autor Georges Simenon die Bühne der Weltliteratur. Der Auftakt für eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Von Manfred Orlick (19.04.2008)
|
„Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet“
Maigret muss sich als dienstältester Kommissar bei drückender Hitze im Büro um alles kümmern. Der Chef ist auf einem Kongress und sein Stellvertreter macht Familienurlaub. Da trifft ein Telegramm ein: In einem Hotel des Provinzstädtchens Saint-Fargeau ist die Leiche des Handlungsreisenden Emile Gallet gefunden worden. Maigret bleibt nichts anderes übrig, als selbst nach Saint-Fargeau zu fahren. Von Manfred Orlick (13.04.2008)
|
„Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien“
Auf einer Dienstreise fällt Kommissar Maigret in einem Cafe ein armseliger Mann auf. Schäbige Kleidung und Löcher in den Schuhsohlen lassen auf einen gewohnheitsmäßigen Arbeitslosen schließen, bis dieser eine Menge von 1000-Francscheinen aus seinem Koffer zieht und sie durchzählt. Maigret vermutet ein Verbrechen und heftet sich an die Fersen des Unbekannten. In einem Bummelzug nach Bremen kann er durch ein Täuschungsmanöver den Koffer in seinen Besitz bringen.
Von Manfred Orlick (13.04.2008)
|
„Maigret und der Treidler der ‚Providence’“
An einer Schleuse des Marnekanals wird die Leiche einer hübschen Frau gefunden. Sie trägt nur ein cremefarbenes Seidenkleid und weiße Wildlederschuhe. Von Manfred Orlick (13.04.2008)
|
Kommissar Maigret wird 80 - Ein Geburtstagsgeschenk in 75 Bänden
Vorfristige Geburtstagswünsche sind gewöhnlich tabu, vor allem, wenn das Jubiläum noch über ein Jahr hin ist. Aber über Geschenke kann man sich nie zeitig genug Gedanken machen. Um welches Jubiläum handelt es sich aber nun? Und von welchem Geschenk soll hier die Rede sein? Von Manfred Orlick (06.04.2008)
|
Der Welt-Erklärer
Seine Berufsbezeichnung ist Reporter. Das ist wichtig, um zu verstehen, dass er nicht gefallen muss. Was er schreibt, ist seine Meinung, Sichtweise, Einstellung und basiert auf seinen erlebten Erfahrungen. Jedem, der das Erlebte anzweifelt, gebiete ich hiermit Einhalt, solange er nicht das Gegenteil beweisen kann. Von Michael Karl (23.02.2008)
|
Golo Mann: „Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“
Golo Mann veröffentliche seine „Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“ im Jahre 1958, drei Jahre nach dem Tod seines Vaters Thomas Mann. In den zurückliegenden fünfzig Jahren hat das Geschichtswerk eine Millionenauflage erreicht und es wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Mit diesem Buch wurde Golo Mann als Historiker berühmt. Dabei ist seine „Deutsche Geschichte“ kein Geschichtswerk im üblichen Sinn, es ist vielmehr eine lebendige Erzählung, ein literarisches Werk zwischen Belletristik und Sachbuch. Von Manfred Orlick (05.02.2008)
|
"Land in Sicht" zwischen Currybuden und Autobahnrastplätzen
Wenn sich Otto Normalbürger auf eine Deutschlandreise begibt, dann stehen Sehenswürdigkeiten und reizvolle Landschaften auf dem Besuchsprogramm, dann werden Kulturdenkmäler und Naturschönheiten im Foto festgehalten. Der Kölner Dom, das Brandenburger Tor, der Bodensee oder die Zugspitze wären die Reiseziele und die Fotomotive, wenn Touristen zwischen Nordseestrand und Alpenrand unterwegs wären. Nicht so, wenn ein kritischer Fotograf auf die Reise geht. Von Manfred Orlick (24.11.2007)
|
Paul Austers literarisches Vexierspiel: ein einzigartiges Lesevergnügen
Nach seinem letzten Erfolgsroman „Brooklyn-Revue“ meldet sich der amerikanische Schriftsteller Paul Auster erneut zu Wort, mit einem überraschenden, fast befremdlichen Buch. Bereits die Abbildung auf dem Buchcover gibt Rätsel auf: ein karger, weißer, scheinbar steriler Raum, spartanisch eingerichtet mit einem Bett, einem Schreibtisch und einem Stuhl und dazwischen ein leblos wirkender Schimmel. Von Manfred Orlick (08.09.2007)
|
„Rock’n’Roll 1945-1963 – Die Chronik einer Revolution“
Der 12. April 1954 gilt als die Geburtsstunde einer neuen Musik. An diesem Tag schlossen Bill Haley und seine Comets die Studioaufnahmen zu „Rock around the clock“ ab. Damit begann der Rock’n’Roll seinen Siegeszug um die Welt. Dieses Datum bedeutet aber nicht, dass es diese verrückte Musik, die bei den Jugendlichen wahre Begeisterungsstürme auslöste, nicht schon vorher gegeben hätte. Junge schwarze Musiker, hauptsächlich Jazzmusiker, haben Rock’n’Roll bereits viel früher gespielt und ihr Publikum entwickelte dazu den passenden Tanzstil. Von Manfred Orlick (23.06.2007)
|
Ein kriminalistisches bayerisches Original
Paul Plotek, der reichlich gescheiterte Münchner Schauspieler und schwermütige Trinker, ist längst zu einer Kultfigur geworden. Ständig pleite, arbeitsscheu und chaotisch - ein echter Loser eben. Meist sitzt er bei der vollbusigen Susi in seiner Lieblingsgaststätte, dem "Froh und Munter" im Münchner Stadtteil Neuhausen, und schaut tiefsinnig in den Schaum seines Weißbiers hinein. Von Manfred Orlick (18.04.2007)
|
In meinem kleinen Deutschland
Reisebeschreibungen haben momentan Hochkonjunktur. Wie Zugvögel durchstreifen deutsche Literaten von Roger Willemsen bis Wolfgang Büscher ihr Land zwischen Waterkant und Alpenrand. Manchmal sind sie als Rucksackreisende zu Fuß unterwegs, andere eilen mit modernen Verkehrsmitteln von Nord nach Süd, von West nach Ost oder von einer Stadt zur nächsten. Es sind immer dieselben Orte, dasselbe Land und doch machen die unterschiedlichen Erlebnisse und die eigene Sprache des Autors jede Reisebeschreibung zu einem persönlichen Werk. Von Manfred Orlick (18.03.2007)
|
Die Roma-Dichterin
Zoli – ein seltsamer Mädchenname, selbst für eine Roma. Ihr Großvater Stanislaus hat ihr diesen Jungennamen gegeben. Eigentlich heißt sie Marienka und hat eine zarte Stimme. Wenn sie singt, - so sagt man - bleibt die Erde stehen. Von Manfred Orlick (04.02.2007)
|
Weihnachten nach Hause fahren - auweh!
Weihnachten gilt als das Fest der Familie schlechthin und so sehnen sich die meisten nach einer Feier mit der Familie und der Besinnlichkeit. Wenigstens einmal im Jahr, unterm Weihnachtsbaum, soll die Sehnsucht nach familiären Frieden, Geborgenheit und nach emotionaler Nähe erfüllt werden. Doch die Erwartungen sind häufig so groß, dass Enttäuschungen unausweichlich bleiben. Von Manfred Orlick (18.12.2006)
|
"Auch wenn alle mitlaufen - ich nicht"
Der kürzlich verstorbene Publizist Joachim Fest war vor allem mit seinen zeitgeschichtlichen Publikationen bekannt geworden. Großes Aufsehen erregte der ehemalige FAZ-Mitherausgeber 1973 mit seiner Hitler-Biografie, die vier Jahre später unter dem Titel „Hitler – eine Karriere“ verfilmt wurde. Mit diesem Buch, das in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde, begann vor über 30 Jahren ein neuer Abschnitt der Hitler-Forschung, indem die Wirkung dieses Mannes im geschichtlichen Zusammenhang analysiert wurde. Von Manfred Orlick (26.10.2006)
|
John Updikes Roman zum fünften Jahrestag von 9/11
Der knapp 75jährige John Updike hat einen neuen Roman vorgelegt. Dabei hat er sich in ein völlig neues Metier begeben. Waren früher der Ehebruch, die Cocktailparties und die seelische Leere der amerikanischen Mittelstandsgesellschaft Gegenstand seiner Betrachtungen, hat sich der „grand old man“ der amerikanischen Literatur nun einem höchst aktuellen Thema zugewandt. Pünktlich zum fünften Jahrestag von 9/11 erschien im Rowohlt Verlag sein Thriller „Terrorist“. Von Manfred Orlick (23.09.2006)
|
Gebete vom Blechkumpel
Die industrielle Revolution schreitet voran. Längst erobern leistungsstarke Computer und vernetzte Maschinen Wissenschaft, Industrie und obendrein unseren Alltag. Roboter setzen punktgenau Schweißnähte oder steuern ganze Taktstraßen. Unbeirrt führen diese elektronischen Arbeitspferde jeden Befehl aus, den sich Mathematiker und Programmierer für sie ausgedacht haben. Egal, ob sie dabei aufgrund eines Programmfehlers völligen Blödsinn verursachen. Von Manfred Orlick (25.08.2006)
|
Nun rollt das runde WM-Leder auch noch in Versen
Noch X Tage bis zur Fußball-Weltmeisterschaft. Die Fans fiebern dem Anpfiff des Eröffnungsspiels am 9. Juni in der neuen Allianz Arena in München entgegen. Überall steigt die Spannung, heftig werden die Chancen der Endrunden-Teilnehmer diskutiert. Die Fußball-WM ist seit Wochen Gesprächsthema Nummer eins, ob im Kollegenkreis oder am Stammtisch.
Von Manfred Orlick (09.06.2006)
|
„Ich suchte nach einem ruhigen Ort zum Sterben“ - doch es kommt alles ganz anders.
„Ich suchte nach einem ruhigen Ort zum Sterben“, sagt der 59jährige Nathan Glass gleich zu Beginn des neuen Romans von Paul Auster. Der frühpensionierte Versicherungsvertreter ist müde, er hat eine Therapie gegen Lungenkrebs hinter sich, seinen Job verloren und die Frau hat ihn verlassen. Von Manfred Orlick (19.04.2006)
|
„Ich bin das Schwert, ich bin die Flamme“ - zum 150. Todestag von Heinrich Heine
Heinrich Heine gilt als einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten deutschen Schriftsteller. Keinen ihrer Dichter haben die Deutschen so geliebt und so gehasst wie ihn. Im Ausland galt er jedoch neben Goethe als Inbegriff deutscher Literatur. Am Ende eines aufgeklärten Jahrhunderts geboren, verkörperte er in Leben und Werk wie kein anderer seiner Zeit den mündigen Bürger schlechthin. Von Manfred Orlick (26.02.2006)
|
3.500 km zu Fuß unterwegs - das wiedervereinigte Deutschland umwandert
Auf Reise gegangen, und zwar auf Schusters Rappen, sind die Mitglieder der schreibenden Zunft schon immer. Denken wir nur an Seumes „Spaziergang nach Syrakus“ (1803) oder Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ (1862/82). In letzter Zeit ist das literarische Reisen zu Fuß wieder verstärkt in Mode gekommen. Von Manfred Orlick (25.12.2005)
|
Die spannende Geschichte einer Schreibmaschine
Als Paul Auster 1974 nach dreieinhalb Jahren Auslandsaufenthalt nach New York zurückkehrte und die Koffer auspackte, musste er feststellen, dass seine Schreibmaschine für den Schrott reif war. Für vierzig Dollar erstand er von einem früheren Collegefreund eine Olympia-Reiseschreibmaschine, die damals bereits ein Dutzend Jahre in den Tasten hatte. Von Manfred Orlick (22.11.2005)
|
Mit ordinären Löcher-Jeans, Westwood-Kreationen, Bondage-Hosen, gefärbten Haaren und Knochen-T-Shirt
Nach dem opulenten Bildband „Hippies“ stellt die Münchner Collection Rolf Heyne nun mit „Punk“ jene Musikrichtung der 70er Jahre vor, die sich als Anti-Hippie-Bewegung verstand. Anlass der Veröffentlichung ist der erste Auftritt der Sex Pistols im Saint Martins Art College in London am 5. November 1975. Vor genau 30 Jahren war der Punk damit offiziell geboren. Der Ursprung des modernen Punk liegt allerdings schon in den 60er Jahren. Von Manfred Orlick (09.10.2005)
|
Mark Richard - „Kein gewöhnliches Mädchen“
Da steckt ein junger Bursche mit seinem Autoschlitten im Sandstreifen einer Nebenstraße fest. Auf dem Beifahrersitz ein Mädchen, von dem er eigentlich was wollte, immerhin hat er schon die Hand unter ihrem schönen lila Pullover. Doch es ist „kein gewöhnliches Mädchen“, die da ihre Füße auf dem Armaturenbrett hat, und deshalb erzählt er ihr unheimliche Geistergeschichten. Das Ende vom Lied: zum Schluss laufen sie zu Fuß in die Stadt zurück. Von Manfred Orlick (15.08.2005)
|
„Ist der Herd wirklich abgeschaltet?“ - Keine Panik !
Jeder von uns kennt wo die bange Frage: „Ist der Herd wirklich abgeschaltet?“ Vermutlich weiß jeder, wie schaurig es enden kann, wenn man die Wohnung verlässt und der Herd ist noch an. Der Gedanke von einem vor sich hin glühenden Kochtopf hat manchen schon nach hundert Kilometer jäh auf der Autobahn wenden lassen. Ja die permanente Wahnvorstellung von einem flammenden Inferno in der Küche hat sogar manchen Urlaub zum wahren Horrortrip werden lassen. Von Manfred Orlick (08.07.2005)
|
Epos einer amerikanischen Mittelstandsfamilie
Nach Jonathan Franzen („Korrekturen“) und Jeffrey Eugenides („Middlesex“) hat nun auch Stewart O’Nan seinen Familienroman vorgelegt. Mit 700 Seiten fällt er ebenso umfangreich aus. Der Roman ist in sieben Kapitel unterteilt, von denen jedes für einen Wochentag steht. Es ist die Geschichte über den Abschied einer neunköpfigen Familie (plus Hund) von ihrem jahrzehntelang genutzten Sommerhaus am Lake Chautauqua im Staat New York. Von Manfred Orlick (30.05.2005)
|
„Der standhafte Zinnsoldat“ - zum 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen
Hans Christian Andersen, der Name des dänischen Dichters ist am engsten und dauerhaftesten mit seinen rund 160 Märchen und Geschichten verbunden, mit denen er zu Weltruhm gelangte. Alle seine Märchen sind von der Sehnsucht nach einer gerechten Weltordnung, vom Sieg des Guten über das Böse getragen. Neben romantischen Stilelementen zeigen sich stets auch starke realistische Bezüge, denn Andersen hat gelegentlich Personen und Begebenheiten aus seiner Umgebung in die Märchen mit aufgenommen. Im Unterschied zum Volksmärchen haben seine Figuren durchaus differenzierte Charaktere. Von Manfred Orlick (13.04.2005)
|
„Reise um die Welt in 80 Tagen“ - zum 100. Todestag von Jules Verne
„Alles, was ein Mensch fähig ist zu ersinnen, werden andere fähig sein zu verwirklichen“, schrieb 1875 ein französischer Schriftsteller, der seiner Zeit weit voraus war. Sein Name: Jules Verne, der als Begründer der wissenschaftlich-phantastischen Literatur, als Urvater der Science-fiction gilt. Dass er nichts Unsinniges erdacht hatte, sondern viele technische Entwicklungen literarisch vorweg nahm, beweist die Anziehungskraft, die seine Bücher noch heute haben. Von Manfred Orlick (15.03.2005)
|
Dreiundzwanzig faszinierende Essays über virtuelle Geschichte
Wie hätte sich die Menschheitsgeschichte entwickelt, wenn Jesus nicht gekreuzigt worden wäre? Oder wenn Martin Luther 1521 als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden wäre? Es ist immer wieder ein faszinierendes Gedankenspiel „Was wäre geschehen, wenn?“ Von Manfred Orlick (25.02.2005)
|
Die Großstadtdichterin
In vielen Lexika, literarischen Nachschlagwerken und Gedichtsammlungen sucht man vergebens den Namen Mascha Kaléko. Ihr Name zählt leider nicht zu den bekanntesten, wenn deutsche Lyrikerinnen genannt werden. Und doch war sie das schreibende Fräuleinwunder der 30er Jahre, sie war die poetische Expertin für Sehnsucht und das kleine Glück. Für ein „paar leuchtende Jahre“ war sie der Liebling der Berliner. Von Manfred Orlick (18.01.2005)
|
"Neues von Gott" - eine literarische Nonsens-Achterbahnfahrt von Funny van Dannen
Funny van Dannen, gebürtiger Südholländer und jetzt Wahlberliner, ist längst kein Insidertipp mehr. Mit seinen skurrilen Songs, meist zu Gitarre und Mundharmonika vorgetragen, hat er seit Jahren eine kleine, aber ungemein treue Fan-Gemeinde, die auf jede neue CD sehnsüchtig wartet. Von Manfred Orlick (20.12.2004)
|
„Der getreue Eckert ...“ - zum 150. Todestag von Johann Peter Eckermann
„Der getreue Eckert ist mir von großer Beihülfe. Reinen und redlichen Gesinnungen treu, wächst er täglich an Kenntnis, Ein- und Übersicht und bleibt wegen fördernder Teilnahme ganz unschätzbar“, schrieb Johann Wolfgang von Goethe am 10./14. Dezember 1830 an den Komponisten Carl Friedrich Zelter. Von Manfred Orlick (03.12.2004)
|
Ein Meister der Phantasie – zum 75. Geburtstag von Michael Ende
In den einschlägigen Literaturlexika wird Michael Ende meist als Kinderbuchautor geführt, der als Meister der Phantasiegeschichten gilt. Es gibt wohl kaum ein Kinderzimmer, in dem noch keine Geschichte von ihm vorgelesen wurde oder kein Kinderbuch von ihm im Regal neben Spielsachen und Kuscheltieren zu finden ist. Von Manfred Orlick (15.11.2004)
|
"Ein Held seiner Zeit" - die Geschichten des unbekümmerten Bohemiens Kornél Esti.
Dezsö Kosztolanyi (geb. 1885) zählt zu den wichtigsten Vertretern der ungarischen Literatur nach dem Ersten Weltkrieg. Er verfasste Lyrik, Romane, Novellen, Essays sowie zahlreiche Zeitungsartikel. Außerdem wurde er bekannt als Übersetzer von Shakespeare, Heine, Hölderlin und Rilke ins Ungarische. Er starb 1936 in Budapest. Seine Werke erfreuen sich in seinem Heimatland großer Beliebtheit. Von Manfred Orlick (27.10.2004)
|
„Frühling lässt sein blaues Band ...“
Müsste man eine Hitliste der bekanntesten deutschen Gedichte aufstellen, dann würden einem bei dem nicht leichten Unterfangen sofort Schillers Balladen, Goethes „Heidenröslein“, Heines „Loreley“, „Ännchen von Tharau“ von Simon Dach und von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“ einfallen. Und ganz sicher dürfte auch das bekannteste deutsche Frühlingsgedicht bei dieser Bestenermittlung nicht fehlen: von Eduard Mörike „Frühling lässt sein blaues Band / Wieder flattern durch die Lüfte“. Von Manfred Orlick (08.09.2004)
|
Verheiratet mit der besten Ehefrau von allen
„Ich bin kein Schriftsteller. Ich bin nur ein Humorist. Erst wenn man stirbt, wird man ein Schriftsteller.“ Diese kritische und zugleich satirische Anmerkung über sich selbst äußerte einmal Ephraim Kishon. Jeder kennt sicher seine Satiren. Aber wie kam es dazu, dass Kishon Schriftsteller – pardon – Humorist wurde? Von Manfred Orlick (23.08.2004)
|
"Rhythmen und Verse, die man nicht vergißt" - Allen Ginsbergs Gedichte bei rororo
„Auf, ihr Schweine der westlichen Zivilisation, esst mehr Fett“ - mit solchen oder ähnlich provokativen Gedichten äußerte Allen Ginsberg in einer kraftvollen und unkonventionellen Sprache seine Abneigung gegen die amerikanische Massengesellschaft. Von Manfred Orlick (13.08.2004)
|
„Wo Siegfried starb und Kriemhild liebte“
Das Nibelungenlied ist die bedeutendste deutsche Heldendichtung des Mittelalters. Der Stoff für die Sage von Liebe und Verrat, von Habgier und Rachsucht stammt aus der Völkerwanderungszeit und erzählt in zwei wenig fest verbundenen Teilen von der Ermordung Siegfrieds durch die burgundischen Könige und von der Rache seiner Witwe Kriemhild an den Mördern. Von Manfred Orlick (14.07.2004)
|
Auf klassische Art unterwegs im Sehnsuchtsland der Deutschen
Seitdem Johann Wolfgang Goethe im Herbst 1786 zu seiner ersten fast zweijährigen Bildungs- und Erholungsreise nach Italien aufbrach, steht das Land südlich der Alpen als Reiseland bei den Deutschen in der Gunst ganz oben. Außerdem haben die beiden Länder viele historische und kulturelle Bindungen. Da verwundert es nicht, dass nicht nur Künstler sondern auch ein Zeithistoriker seine Eindrücke zum eigenen Vergnügen niederschreibt. Die Aufzeichnungen des langjährigen FAZ-Mitherausgebers Joachim Fest wurden bereits 1988 zum ersten Mal veröffentlicht und liegen nun in einer Neuausgabe des Rowohlt Verlages vor, die mit einem Nachwort „Sizilische Fluchten“ von Wolfgang Büscher versehen ist. Von Manfred Orlick (30.06.2004)
|
60 Jahre "D-Day" - Die alliierte Landung in der Normandie
Nach der Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/43 war die Landung der Alliierten Truppen das andere große kriegsentscheidende Ereignis des Zweiten Weltkrieges. Der 6. Juni 1944 sollte als „D-Day“ in die Geschichte dieses mörderischen Weltkrieges, ja in die Weltgeschichte eingehen. Die mächtigste amphibische Invasionsarmee der Geschichte stach an diesem Tag von der Südküste Englands in See: eine Armada von 7.000 Schiffen mit 130.000 Soldaten und 20.000 Fahrzeugen landete unter dem Geleitschutz von 1.200 Kriegsschiffen an der französischen Nordküste. Außerdem nahmen 8.000 Flugzeuge an der Aktion teil. Die Risiken waren außerordentlich groß. Amerikaner, Briten und Kanadier setzten alles auf diese eine Karte. Ein Erfolg versprach die Befreiung Westeuropas und die Zerschlagung Hitlerdeutschlands; ein Fehlschlag hätte dagegen bei einem Zusammenbruch der deutschen Front im Osten vielleicht sogar zu einer Besetzung Westeuropas durch die Rote Armee geführt. Von Manfred Orlick (24.05.2004)
|
Kindheit in den 50er und 60er Jahren
Deutschland hatte 1945 seine größte politische, militärische, wirtschaftliche und soziale Katastrophe erlebt und so waren die fünfziger und sechziger Jahre die Jahre des Wiederaufbaus. Ein weiteres Kriegsergebnis war die Teilung Deutschlands und so waren es auch die Jahre des Kalten Krieges mit der Adenauer-Ära auf der einen Seite und der Ulbricht-Ära auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs. Doch der Familienalltag sowohl in der BRD wie auch in der DDR stand ganz im Zeichen des Mangels und der Improvisation. In Claudia Seiferts Erinnerungsbuch blicken Frauen des geteilten Deutschlands auf die Jahre ihrer Kindheit und frühen Jugend zurück, auf das Nachkriegsleben mit Lebensmittelkarten und Kittelschürzen. Von Manfred Orlick (03.05.2004)
|
Die bedrückende Schilderung eines Hexenkessels aus Müll und Hoffnungslosigkeit
Stewart O’Nan beschreibt in seinem neuen Episodenroman das Leben von ganz alltäglichen Leuten im schwarzen Stadtteil East Liberty von Pittsburgh. Er beschränkt sich dabei auf den knappen Zeitraum einer Woche des Jahres 1998. Von Manfred Orlick (01.04.2004)
|
„Durch diese hohle Gasse muss er kommen“
Vor 200 Jahren, genau am 17. März 1804, erblickte eines der bekanntesten deutschen Theaterstücke das erste Mal das Bühnenlicht. Johann Wolfgang Goethe führte selbst Regie. Es war das Nationalepos „Wilhelm Tell“ seines Dichterfreundes Friedrich Schiller, das an diesem Tag am damaligen Weimarer Hoftheater zur Uraufführung gelangte.
Von Manfred Orlick (14.03.2004)
|
Iran Undercover
Von Reiseliteratur erwartet man im Normalfall Beschreibungen von landschaftlichen Schönheiten und kulturellen Sehenswürdigkeiten eines Landes – in der vorliegenden Reiseerzählung „Meine iranische Reise“ von Alison Wearing geht es allerdings weniger um touristische Attraktionen. Von Manfred Orlick (25.02.2004)
|
Schluß mit cool
Sechzehn Geschichten aus Amerika enthält dieser neue Erzählband von T.C. Boyle. „Schluss mit cool“ - es sind sechzehn Geschichten, deren Aktualität sich aber nicht auf amerikanische Verhältnisse beschränkt. Satirisch, realistisch und skurril wie immer überfallen seine Storys den Leser, vielleicht nicht ganz so absonderlich und makaber wie in früheren Erzählungen und Romanen. Und doch machen sich auf fast jeder Seite Horror und Apokalypse breit, der Autor hat sie nur geschickter getarnt. Von Manfred Orlick (09.02.2004)
|
"Wie langsam stirbt doch ein Mensch!"
Im Herbst 1927 schrieb Erich Maria Remarque ( 1898 – 1970) den Roman in nur sechs Wochen, der für sein weiteres Leben schicksalhaft geworden ist: „Im Westen nichts Neues“. Zunächst bot er das Buch dem renommiertesten Verleger für Literatur der damaligen Zeit, Samuel Fischer, an. Dieser erkannte zwar die literarische Qualität des Textes, lehnte ihn jedoch ab, da seiner Ansicht nach, gegenwärtig niemand mehr etwas über den 1. Weltkrieg lesen wolle. Das Manuskript gelangte in das Haus Ullstein, wo es schließlich angenommen wurde. Von Manfred Orlick (25.01.2004)
|
Konrad Duden - der Vater der deutschen Rechtschreibung - wird 175 Jahre
Konrad Duden - er war nicht unter den Top-Ten der ZDF-Bestenermittlung im November 2003. Immerhin hatte er es aber auf die Hitliste der hundert wichtigsten Deutschen geschafft. Wäre es jedoch nach dem Bekanntheitsgrad gegangen, hätte er es ganz sicher einen Medaillenplatz erreicht, war und ist doch sein Name ein Begriff für jedes Schulkind seit hundert Jahren. Von Manfred Orlick (17.12.2003)
|
Paula Fox - „Lauras Schweigen“
„Lauras Schweigen“ ist ein Familienstück, wie ein psychologischer Einakter mit fünf Personen, dessen Handlung schnell erzählt ist: Laura Maldonada Clapper und ihr zweiter Ehemann Desmond warten in einem New Yorker Fünf-Sterne-Hotel auf ihre Gäste. Es soll am Vorabend ihrer Abreise nach Afrika ein kleines, familiäres Abendessen geben. Von Manfred Orlick (12.12.2003)
|
„Das Bild hängt schief ...“ - zum 80. Geburtstag von Loriot
„... Ich heiße Erwin und bin Rentner. Und in 66 Jahren fahre ich nach Island ... und da mache ich einen Gewinn von 500.000 D-Mark ... und im Herbst eröffnet dann der Papst mit meiner Tochter eine Herren-Boutique in Wuppertal ...“ – Wer kennt ihn nicht, den ernsten und doch so urkomischen Dialog des Rentners Erwin Lindemann mit einem Kamerateam in seinem bescheidenen Wohnzimmer mit Plüschsessel und Blümchentapete. Von Manfred Orlick (10.11.2003)
|
Mehr als eine Wichsvorlage
Der Playboy. Ich lese ihn wegen der tollen Artikel. Running Gag seit Jahrzehnten. Warum eigentlich? Es ist die Wahrheit. Von Frank Albert (01.11.2003)
|
Spex – das Magazin für Popkultur
Monat für Monat ist für mich der Tag, an dem eine neue Ausgabe der Spex im Briefkasten liegt, ein kleiner Festtag. Für die Abende dieser Tage wird sich dann auch ein Zeitfenster von minimal zwei Stunden frei gehalten, wo darin das erste mal geblättert und gelesen wird.
„Das Magazin für Popkultur“, so der Untertitel des Musikmagazins aus Köln, hat sich optisch und inhaltlich im Laufe der Jahre immer ein wenig gewandelt. Die Liebe zur Musik, und der fortwährende Forscherdrang der Redaktion, neue und aufregende Töne zu entdecken, ist aber schon seit jeher die gleichbleibende Konstante des Heftes. Von Roland Adam (06.10.2003)
|
Wo liegt Amerika?
Das neue Russland präsentiert sich als Schwerpunktland auf der Frankfurter
Buchmesse 2003 und zeigt die russische Literatur mit bekannten aber vor allem
unbekannten Autoren an der Schwelle zum dritten Jahrtausend. Ansonsten wird die
weltgrößte Buchmesse in diesem Jahr durch keine spektakulären Neuerscheinungen
geprägt. Eine Buchmesse ohne herausragenden Bestseller? - vielleicht ein Glücksfall
für die Literatur. Dafür begeht der Rowohlt Verlag in den Messetagen ein
außergewöhnliches Jubiläum: 50 Jahre amerikanische Gegenwartsliteratur im
Rowohlt Verlag. Die Palette der US-Schriftsteller reicht von den Klassikern der
Moderne Ernest Hemingway und Vladimir Nabokov bis zu den Erfolgsautoren der
letzten Monate Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides. Von Manfred Orlick (30.09.2003)
|
"Literarische Welt"
Nachdem mein Vorgänger mit einer sehr ausführlichen Einleitung und einem Lobgesang auf die bekannteste deutsche Wochenzeitschrift, "Die ZEIT", den Anfang
zum Thema "Gebrauchsliteratur" gemacht hat, fällt es mir schwer (oder leicht?) mit einer Tageszeitung fortzufahren: "Die Welt". Von Manfred Orlick (03.09.2003)
|
Unser täglich Infotainment
Stehen sonst an dieser Stelle Buch-Rezensionen mit primär künstlerischem, historischem oder ästhetischem Hintergrund, möchten wir von IN-ticker.de in einer neuen Serie die „Gebrauchsliteratur“ beleuchten: Zeitungen, Zeitschriften, Magazine.
Was lesen wir täglich aus Interesse, Informationsbedürfnis, Unterhaltung? Den Anfang macht Peter Melchior mit „Die ZEIT“. Von Peter Melchior (26.08.2003)
|
„Die Geschichte des Franz Biberkopf“
Die meisten Erzählungen und Romane von Alfred Döblin sind heute kaum noch einer breiten Leserschaft bekannt, doch mit „Berlin Alexanderplatz“ hat er einen der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts geschrieben. Von Manfred Orlick (07.08.2003)
|
Ein Opus magnum der Familie Esterházy
Mancher Rezensent hat wohl sein Rezensionsexemplar daheim zuerst auf die Küchenwaage gelegt, denn viele der Buchbesprechungen beginnen mit der Gewichtsangabe des dickleibigen Taschenbuches. Bei über 900 Seiten Literatur wartet man gern mit statistischem Zahlenmaterial auf. Von Manfred Orlick (16.07.2003)
|
"Big Brother is watching You"
"Er blickte hinauf zu dem riesigen Gesicht. Vierzig Jahre hatte er gebraucht, um zu
erfassen, was für ein Lächeln sich unter dem dunklen Schnurrbart verbarg.
O grausames, unnötiges Missverstehen! O eigensinniges, selbst auferlegtes
Verbanntsein von der liebenden Brust! Zwei nach Gin duftende Tränen rannen an
den Seiten seiner Nase herab. Aber nun war es gut, war alles gut, der Kampf
beendet. Er hatte den Sieg über sich selbst errungen. Er liebte den Großen Bruder." Von Manfred Orlick (21.06.2003)
|
"Was einmal gedruckt ist, gehört der ganzen Welt auf ewige Zeiten"
Der 10. Mai 1933 gilt wohl als einer der dunkelsten Tage in der deutschen
Kulturgeschichte. Am Abend dieses Maitages bot der Opernplatz in Berlin einen an
mittelalterliche Szenarien erinnernden Anblick: Bücher wurden verbrannt.
Die Scheiterhaufen, die in mehreren deutschen Städten loderten, hatten Studenten,
Professoren und SA-Männer errichtet. Zuvor war man in öffentliche und private
Bibliotheken eingedrungen und hatte die "verteufelten" Bücher auf die Straße
geschleppt. 25.000 Bücher und damit ein wichtiger und großer Teil der deutschen
Kultur wurden in Berlin und anderen deutschen Hochschulstädten Opfer des
fanatischen Wahns. Von Manfred Orlick (10.05.2003)
|
Wolf Wondratschek - "Die große Beleidigung"
Ich sage es gleich vorweg, vor einem reichlichen Jahr hatte ich nach langer Zeit
wieder einmal Wolf Wondratschek's Gedichte gelesen - und nun diese Prosa vom
ehemaligen Rockpoeten, der nun scheinbar bei seinem Alterswerk angelangt ist. Von Manfred Orlick (07.04.2003)
|
Kommissar Maigret wird 100 - zum Geburtstag von Georges Simenon
Die Weltliteratur kennt Vielschreiber, die ein monumentales Literaturwerk geschaffen
haben. Im 19. Jahrhundert stehen Namen wie Balzac, Dumas und Zola für derartige
Giganten. Doch der "literarische Weltmeister" ist Georges Simenon. Der vom
Schreiben besessene Simenon war der wohl produktivste Schriftsteller aller Zeiten.
Fast 200 Romane und 51 Erzählungen hat er unter seinem Namen und fast noch
einmal soviel unter 18 verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht. Simenon -
das bedeutet Weltrekord. Von Manfred Orlick (07.02.2003)
|
Peter Handke - der "Publikumsbeschimpfer" wird sechzig
Am 6. Dezember wird Peter Handke 60 Jahre alt. Der Autor der frühen
"Publikumsbeschimpfung" hat längst seine provokativen Anfänge verlassen und
ist zu einem einsamen Wanderer in der "Niemandsbucht" geworden. Von Manfred Orlick (04.12.2002)
|
Die letzten Dinge
Die letzten Dinge sind nicht immer wichtig. Manchmal sind sie einfach nur das Letzte. Von Thomas Uhle (19.11.2002)
|
Literatur-Nobelpreis 2002 für einen Ungaren
Der Nobelpreis für Literatur ging erstmals an einen Ungaren, an Imre Kertész.
Die Schwedische Akademie begründete ihre Entscheidung damit, dass der Autor in
seinem Werk "die Zerbrechlichkeit des Einzelnen in einem barbarischen
Geschichtsverlauf" zeige. Das Nobelpreiskomitee zeichnete damit einen
Schriftsteller aus, dessen zentraler Hintergrund seines Schaffens der Holocaust
war und ist. Von den bisherigen Preisträgern der letzten fünfzig Jahre hatte nur
die Lyrikerin Nelly Sachs (1966) die Judenverfolgung zu ihrem Thema gemacht. Von Manfred Orlick (16.10.2002)
|
Endlich – der Anti-Amerikanismus ist vergessen !
Am letzten Wahlsonntag war die Nation tief gespalten: der Süden Deutschlands wählte schwarz, der Norden, vor allem der Osten, wählte rot. Kaum eine Woche später geht wieder ein Riss durch das Land, genauer gesagt, durch das deutsche Fernsehpublikum. Die einen schreien: „Hurra, endlich!“, die anderen schmeißen die Fernbedienung an die Wand und holen die Axt aus dem Keller.
Von Manfred Orlick (03.10.2002)
|
Emile Zola - der Begründer des Naturalismus in der Literatur
Die literarischen Jubiläen 2002 standen vielfach im Zeichen der französischen
Literatur des 19. Jahrhunderts. Anfang des Jahres gedachte man besonders in
unserem Nachbarland mit einem Riesenaufwand von Feiern, Inszenierungen, Reden
und Publikationen des 200. Geburtstages von Victor Hugo, dem großen Dramatiker
und Autor solch bekannter Romane wie "Die Elenden" und "Der Glöckner von
Notre-Dame". Im Juli füllte ebenfalls ein 200. Geburtstag die Feuilletonseiten: es
wurde an Alexandre Dumas d.Ä., dem Autor der legendären "Musketiere" und des
"Grafen von Monte-Christo" erinnert. Am 29. September gedachte nun die
literarische Welt des 100. Todestages von Emile Zola, der mit seinem Werk ein
umfassendes Zeitgemälde der französischen Gesellschaft von Mitte bis Ende des
19. Jahrhunderts geschaffen hat. Von Manfred Orlick (30.09.2002)
|
Knuffel, Haberfeldt und Claras Alabasterbrüste
Eine eigenartige Performance in Neuötting, Haberfeldt, Knuffel und Clara auf der Suche. Von Rupprecht Mayer (04.08.2002)
|
Ein bisschen Dreck muss sein !
Wissenschaftler haben kürzlich etwas entdeckt, was vor allem unsere Dreikäsehochs
erfreuen wird. In einer Langzeitstudie mit 11.000 britischen Kindern beobachteten
Forscher der Universität Bristol, dass ein bisschen Schmutz die Kinder vor
Hauterkrankungen und Atembeschwerden schützte. Von Manfred Orlick (11.07.2002)
|
"Einer für alle und alle für einen"
Das 19. Jahrhundert war eine Blütezeit der französischen Literatur. Dafür stehen
Namen wie Stendhal (1783 - 1842), Victor Hugo (1802 - 1885), Gustave Flaubert
(1821 - 1880), Honoré de Balzac (1799 - 1850) und Emile Zola (1840 - 1902),
die teilweise - wie Balzac mit seiner hundertbändigen "Menschlichen Komödie" und
Zola mit seiner zwanzigbändigen Familiengeschichte "Die Rougon-Macquart" -
ein gewaltiges literarisches Werk schufen. Das schriftstellerische Gesamtschaffen
von Alexandre Dumas der Ältere, dessen 200. Geburtstag die zahlreiche
Lesergemeinde in aller Welt am 24. Juli feierte, hat seine Zeitgenossen jedoch
weit übertroffen. Von Manfred Orlick (09.07.2002)
|
Der "Steppenwolf" hat Geburtstag
In diesem Sommer begehen die Literaturfreunde in aller Welt den 125. Geburtstag
und den 40. Todestag von Hermann Hesse, Autor so legendärer Romane wie "Steppenwolf" und "Unterm Rad". Von Manfred Orlick (10.06.2002)
|
Literarisches Altmänner-Gezänk
Wenn man in diesen Tagen den Feuilleton-Teil aller deutschen Tages- und
Wochenzeitschriften aufschlägt, scheint nur ein Thema die Kulturnation zu bewegen:
Martin Walsers neuer Roman und der Antisemitismus-Streit. Von Manfred Orlick (03.06.2002)
|
Rudi vor! Noch ein Tor!
Gewöhnlicherweise sind die Monate Juni und Juli vorrangig Urlaubszeit und die
meisten von uns bevölkern dann die Badestrände in Griechenland oder auf Mallorca.
Doch in diesem Jahr wird sich wohl so manche Urlaubsplanung nach der
Fußball-Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan richten. Von Manfred Orlick (15.05.2002)
|
Cervantes' Don Quichotte: Das beste Buch der Welt
Bestsellerliste, Einschaltquoten, Verkaufshitlisten - sie gehören zu unserem Alltag.
Tageszeitungen, Sendeanstalten und Webseiten bedienen sich in zunehmendem Maße dieser Art von Beliebtheitsanalyse. Bücher, Fernsehsendungen, Schlagersänger und Schauspielerinnen - alles wird mit Prozentzahlen getaxt und eingestuft.
Vor allem 1999, dem letzten Jahr des zweiten Jahrtausends hatten Umfragen zum bekanntesten Schriftsteller des Jahrhunderts, zur beliebtes Schauspielerin, zum Naturwissenschaftler, zum Sportler des Jahrhunderts, ja zur historischsten Persönlichkeit des Jahrtausends (Gutenberg vor Luther) ... Hochsaison. Von Manfred Orlick (13.05.2002)
|
Zum 100. Geburtstag von Halldór Laxness am 23. April 2002
Der 23. April ist wohl der literaturträchtigste Tag des Jahres - u.a. mit den Geburtstagen von William Shakespeare (1564) und Miguel de Cervantes (1547). In diesem Jahr steht dieser Apriltag jedoch ganz im Zeichen des 100. Geburtstags von Halldór Laxness, dem isländischen Literatur-Nobelpreisträger von 1955, der am 23. April 1902 in Reykjavik geboren wurde. Von Manfred Orlick (22.04.2002)
|
Vorösterliches Theater im Bundesrat
Meister Lampe hat auch in diesem Jahr wieder viel Phantasie und Einfallsreichtum bewiesen, als er seine bunten Eier in der Gartenhecke oder hinter Großmutters Plüschsofa versteckte. Wie immer waren unsere Kleinen fleißig beim Suchen. Nur die älteren Kids rümpften ihre Nasen über die leichtgläubigen Dreikäsehochs. Na ja, sie besitzen eben Insiderwissen über das Oster-Ritual vom Legen, Bemalen und Verstecken der bunten Dinger.
Von Manfred Orlick (15.04.2002)
|
Zum 200. Geburtstag von Victor Hugo am 26. Februar: Die Elenden und der Glöckner
Fragt man einen deutschen Leser nach dem bekanntesten französischen Schriftsteller, fallen wohl zuerst die Namen von Honoré de Balzac und Emile Zola, danach vielleicht noch Gustave Flaubert oder Alexandre Dumas. Aber für die Grande Nation ist Victor Hugo der bedeutendste Dichter des Landes, was für uns Deutsche Johann Wolfgang von Goethe ist.
Von Manfred Orlick (01.03.2002)
|
Statistiken sind verlogene Wahrheiten
Sind Statistiken wirklich nur die gesteigerte Form von Lügen, oder steckt doch ein Funken Wahrheit drin? Von Manfred Orlick (12.02.2002)
|
Das Windspiel
Ein mysteriöses Erlebnis einer jungen Frau, die eigentlich ganz andere Sorgen hat. Von Gertrud Platzer (10.02.2002)
|
Was geschah vor „Hamlet“
„Sein oder Nichtsein“ oder „Der Rest ist Schweigen“ – wer kennt sie nicht, die berühmten Zitate aus William Shakespeares Drama, in dem der dänische Königssohn seinen ermordeten Vater rächen soll. Von Manfred Orlick (28.01.2002)
|
Vorsicht Viren
Viren grassieren, nicht nur im Internet: Ganz Deutschland ist befallen. Eine Virenwarnung. Von Manfred Orlick (28.01.2002)
|
Januar – messtechnisch gesehen
Im Winter erstarrt die Welt in Kälte und Schnee. Den Menschen geht es nicht anders. Von Manfred Orlick (17.01.2002)
|
Welcome 2002
2002 ist da. Die ersten Meldungen des neuen Jahres sind auch schon eingetroffen. Doch bleibt alles anders. Von Manfred Orlick (17.01.2002)
|
Alle schimpfen, doch keiner kann’s erwarten
„Schreib doch mal eine optimistische Glosse über den Euro“, bat mich die in-ticker-Redaktion. „So mit positiver Grundstimmung und Vorfreude auf seine Einführung am 1. Januar 2002“. Von Manfred Orlick (26.12.2001)
|
Wintervorbereitung
Was tut man nicht alles, wenn's Winter wird. Ein Gedicht über die Sorgen der kalten Jahreszeit. Von Manfred Orlick (19.12.2001)
|
PISA – die Schieflage der deutschen Schulbildung
Deutsche Schüler werden immer dümmer; zumindest im internationalen Vergleich. Das besagt die neue PISA-Studie. Von Manfred Orlick (10.12.2001)
|
Blondinen sterben aus
Blondinen sterben aus, meint die Wissenschaft. Dagegen muss etwas unternommen werden. Von Manfred Orlick (27.11.2001)
|
Herbstgedanken
Ein ruhiges Gedicht für den angehenden Herbst. Manfred Orlicks Gedanken über die bunte Jahreszeit. Von Manfred Orlick (10.10.2001)
|
Moderne Hochstapler
Hochstapler gab es zu allen Zeiten. Aber das Berufsbild hat sich geändert, man muss sich schon etwas einfallen lassen. Von Manfred Orlick (10.10.2001)
|