(Fast) Ganz in schwarz
„We learned more from a three minute record, than we ever learned in school.” Von Thomas Uhle (02.08.2010)
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Von Brooklyn an die Donau
Ein kühler Frühlingsmorgen im noch verschlafenen Ingolstadt, wo die aufgehende Sonne gerade die Nacht wegwischt. Da geh ich nun, Kopfhörerstöpsel in den Ohren, zu Fuß zur Arbeit. Die Musik dazu kommt von Gil Scott-Heron. Sein neues Album heisst „I´m new here“. Von Thomas Uhle (09.04.2010)
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Schuld war nicht der Bossanova
Man könnte fast jeden Bericht über die glorreichen Zeiten der Kölner Band BAP mit „Verdamp lang her“ überschreiben. Heute sind die Hallen, in denen sie auftreten, etwas kleiner geraten als gegen Ende der Achtziger. Ihrer Spielfreude schadet das nicht. BAP haben auf ihren Tourneen schon immer in Orten gespielt, die andere Bands ihres Kalibers links oder rechts liegen gelassen haben. Von Thomas Uhle (20.09.2009)
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Von der Kraft des Soul
Soul und Sozialkritik gingen schon immer Hand in Hand, schreibt Jonathan Fischer im Begleittext zum neuesten Trikont-Sampler. Er sieht Soul als Kind des Gospel, als Beschwörung, um die Armut, den Rassismus und Diskriminierung zu überwinden. Von Thomas Uhle (13.09.2009)
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Der Gospel in Dir
Eine Norwegerin kommt einem nicht sofort in den Sinn, wenn es um spirituelle Musik geht, die sich vor allem aus Gospelmusik und Soul zu nähren scheint. Aber wenn man das neue Album von Kristin Asbjørnsen gehört hat, ist es plötzlich ganz selbstverständlich. Von Thomas Uhle (24.05.2009)
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Der sympathische Deserteur
Ist das wirklich schon fast ein Vierteljahrhundert her, dass dieser große schlaksige Typ, der da auf der kleinen Bühne des Paradox sitzt, mit seiner fantastischen Begleitband "Die Deserteure" im Rockpalast abgeräumt hat, überall in Deutschland tolle Konzerte abgeliefert und der deutschen Rockmusik ein paar Klassiker geschenkt hat? Ja, das ist es. Von Thomas Uhle (27.04.2009)
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Live, in Farbe und gutem Ton
Was hätten die beinharten Fans vor 20 Jahren für eine 3-CD-Live-Box der Kölner gegeben! Die 80er waren die große Zeit der Mundart-Rockband, bei der mittlerweile nur noch Sänger Wolfgang Niedecken zur Originalbesetzung gehört. Eine Hit-Band waren sie nie wirklich, aber warum sie live noch immer zu den besten im Land gehören, zeigt ihr viertes Live-Album. Von Thomas Uhle (15.03.2009)
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Schweizer Zartbitter-Verführung
Den Vergleich mit PJ Harvey wird Sophie Hunger inzwischen öfters gelesen haben, vielleicht ist sie schon drüber weg. Die junge Schweizerin (Jahrgang 1983, Foto links) muss sich aber hinter keinen fremden Namen verstecken. An Selbstbewusstsein mangelt ihr auf ihrem Debüt "Monday´s Ghost" nun wirklich nicht. Verstörende Klagelieder, folkige Liebeslieder, jazzige Popsongs beherrscht sie schon jetzt vorzüglich. Passt hervorragend zum storytelling, piano playing Fräulein im nächsten Absatz. Von Thomas Uhle (13.02.2009)
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Wider den Dreck
Das Jahr liegt in den letzten Zügen, Zeit für ein paar Ausblicke und Rückschauen. Oder lieber nicht, denn die Jahresrückblicke sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher gehörten die im Fernsehen einfach dazu, ließen schöne Erinnerungen Revue passieren oder nachdenklich stimmende Ereignisse auch mal mit einem trockenen Satz fast unkommentiert. Heute wird von Kerner und Jauch alles leergequatscht. Wer über einen letzten Rest Verstand verfügt, der hält tapfer aus bis zum „Scheibenwischer“-Jahresrückblick und hofft auf Hagen Rether und Sigi Zimmerschied, weil die noch so richtig rücksichtslos einschenken können. Von Thomas Uhle (30.12.2008)
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Das Idol der Reibeisenstimme
Ob das gut geht? Markus Siebert spielt kraftvollen Rock, singt deutsch und klingt dabei ganz stark nach seinem Idol Bruce Springsteen. Das ist kein Zufall, sondern gute Absicht. Das sichert ihm einen exotischen Status, denn so klingen nicht viele im Land. Von Thomas Uhle (05.10.2008)
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Van Morrison: Das gefühlte Schweigen
Van Morrison ist einer, der nicht gern festgelegt wird. Macht er heute ein Blues-Album, kommt nächste Woche garantiert eines mit so viel Soul in der Rille, dass der ungeübte Van-Hörer sich verwundert die Ohren ausputzen möchte.
Seit drei Monaten veröffentlicht der Ire seine (fast) sämtlichen Alben neu, frisch gemastert und mit Bonus-Tracks versehen. Das müssen die beinharten Fans natürlich haben, alle anderen finden hier zum günstigen Preis einen Einstieg in eine der aufregendsten Musikerlaufbahnen. Einsteigen gern, aber wo? Von Thomas Uhle (06.08.2008)
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Hörbares im Sommer
Guter Stoff wird da wieder unter die hörwilligen Menschen gebracht: Reverend Al Green geht vom Alter ungetrübt neue Wege, John Hiatt eher die alten Pfade und Elvis Costello lässt es einfach krachen. Dazwischen gibt es Alben, die interessant sind, aber keine massentaugliche Namen vorweisen können. Wir haben sie alle. Von Thomas Uhle (16.07.2008)
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Tanz in den Mai
Sie sind Kulturpreisträger, sie haben am Ingolstädter Stadttheater gearbeitet und sie haben soeben für ihr neues Album viel Lob eingeheimst: Slut eben. Nach ein paar Wochen auf Tour steht ihre Heimatstadt zum Tourabschluss auf dem Plan. Von Thomas Uhle (20.04.2008)
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Glücklich ohne Größenwahn
Fast vier Jahre sind ins Land gegangen, seit die fünf Ingolstädter ihr letztes Studioalbum von der Leine ließen. "All We Need Is Silence" war damals vielleicht bewusst gewählt, aber nur weil sie in der großen Musikpresse kaum vorkamen, waren sie ja nicht untätig. Schließlich rief das Theater und Slut wirkten bei der "Dreigroschenoper" mit. Einige Fans auf Entzug reisten aus entlegenen Gegenden eigens nach Ingolstadt. Doch jetzt hat das Warten ein Ende und am 25. Januar erscheint "Still No1", das neue Studioalbum. René Arbeithuber nahm sich am Rand des Maxi-DSL-Contests ein paar Minuten Auszeit von der Jury. Von Thomas Uhle (22.01.2008)
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Rauchfrei in der Rockoper
Ohne Notizen geht es natürlich nicht, wenn an zwei Abenden 18 Bands um die Wette spielen. Hinterher bleiben nur die wesentlichen Fragen: Was waren nun die Highlights beim 11. Maxi-DSL-Contest? Waren es die späteren Sieger Eclipse Sol Air mit ihrer schrägen Rockoper? Waren es die alten Hasen vom G-Project mit ihrer Blues & Soul-Revue? Oder war es einfach die herrlich rauchfreie Luft?
Von Thomas Uhle (13.01.2008)
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Von Schwabing nach Karl-Marx-Stadt - und zurück
Wer hätte vier jungen Männern aus dem Münchner Ortsteil Schwabing schon zugetraut, dass sie innerhalb von zwei Jahren Deutschland nicht nur von Süd nach Nord, sondern auch von West nach Ost in die Rock´n´Roll Schuah helfen würden?
Die Spider Murphy Gang versetzte nicht nur waschechte Westfalen in die Lage, über Münchner Rotlichtverhältnisse Bescheid zu wissen, sondern brachte im November 1983 auf einer kurzen DDR-Tournee Tausende dazu „Stop, Stop, stop – i muass nach Schwabing!“ zu singen – sicherlich ein Albtraum aller anwesenden Stasi-Spitzel. Von Thomas Uhle (12.11.2007)
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Der Oktober gehört den Frauen
Zwei starke Frauen an einem Abend – wer so viel Frauenpower verkraften kann, ist am kommenden Donnerstag in der Neuen Welt gut aufgehoben. Cindy Bullens allein trägt so viel Musikgeschichte mit sich herum, dass sie einfach aus ihrem Leben plaudern könnte. 1974 zog sie von Massachusetts nach Los Angeles um als Musikerin Erfolg zu suchen und wurde auf einer Party von Elton John entdeckt, der sie als Backgroundsängerin mit auf Tour nahm. Von Thomas Uhle (30.09.2007)
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Der schöne Schein
Elvis Presleys Todestag jährt sich zum 30. Mal. Was für die Fans ein Grund zur Andacht ist, dürfte für die Firma, die sämtliche Lizenzen an seinem Werk und seinem Namen hält, eher ein Anlass zum Geldverdienen sein. Elvis war schon immer die Melkkuh, seit er in jungen Jahren dem Vorzeige-Kapitalisten Tom Parker über den Weg gelaufen ist. Niemand zuvor verstand sich so gut darauf, aus dem Talent eines anderen so viel Kapital zu schlagen. Natürlich war auch niemand zuvor von so vielen Speichelleckern und Bücklingen umgeben wie Elvis. Der hatte, als das Ruder einmal aus der Hand gegeben war, nie mehr wieder die Möglichkeit, die Kontrolle über seine Karriere zurück zu erhalten. Die über sein Leben ebenso wenig. Von Thomas Uhle (25.07.2007)
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Eine Familie namens Wilbury
Vor fast 20 Jahren fanden sich in Bob Dylans Garage ein paar Musiker ein, die eigentlich bis dahin wenig miteinander in Erscheinung getreten waren. Zum Hausherrn gesellten sich Jeff Lynne, der für George Harrison eine Single-B-Seite produzieren sollte. Tom Petty kam vorbei, als er seine Gitarre abholen wollte. Und Roy Orbison müssen sie auf dem Weg dorthin aufgelesen haben. Von Thomas Uhle (26.06.2007)
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Zyniker, Superstars und späte Mädchen
Auch die schönsten Biergarten-Tage haben mal ein Ende. Für die schönen Tage daheim haben wir ein paar Musiktipps parat. Von Thomas Uhle (19.06.2007)
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Der Hamburger Melancholiker
Das soll ihm erst mal jemand nachmachen: Da schreibt Dirk Darmstaedter 1988 einen Superhit, den noch heute alle mitsingen können, die damals zwischen 12 und 30 Jahre alt waren, macht seitdem ohne größere Pausen eine Platte nach der anderen (fünf mit den Jeremy Days, drei als Me and Cassity, eine mit Bernd Begemann und zwei unter eigenem Namen) und bleibt dabei über all die
Jahre einer der besten und glaubwürdigsten Songwriter des Landes. Von Thomas Uhle (09.05.2007)
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Der Wellensittich in Jimi Hendrix´ Frisur
Es fängt wirklich gut an: Die Neue Welt war bei meinem Eintritt schon sehr gut gefüllt, nur noch wenige Plätze frei. Aber dass das Saallicht ausging, kaum das ich mich gesetzt und mir ein Bier bestellt hatte, verblüffte mich. Deutete sich ein außergewöhnlicher Abend an? Hatte Nick Woodland womöglich einen Stargast dabei, der ihn bei seinem Auftritt begleiten sollte? Wollte Fritz Rau sein Buch „50 Jahre Backstage“ in voller Länge vorlesen? Von Thomas Uhle (21.04.2007)
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Alte Säcke und frisches Blut
Es gibt immer noch genügend gute Musik. Sie zu finden ist im Wust der Veröffentlichungen nicht einfach, und auch die Online-Portale führen nicht immer zum Ziel. Wir stellen ein paar Neuveröffentlichungen aus dem ersten Quartal des Jahres vor: Von Holly Cole bis Herbert Grönemeyer. Von Thomas Uhle (10.03.2007)
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"Ingolstadt ist mehr als nur ein Ort"
Zu Zeiten, in denen jeder Mobiltelefonierer seine Erlebnisse mit einer Kamera festhalten kann und sich Partybesucher am nächsten Tag an den Bildern des Erlebten ergötzen können (oder sich peinlich berührt fühlen bei den Dummheiten des Vorabends), geraten alle möglichen Veranstaltungen zu einem großen Schaulaufen. Nicht nur am nächsten Tag bei der Nachbetrachtung, sondern schon beim Event selbst treten sich Fotografen auf die Füße. Beim 10. Maxi-DSL-Bandcontest waren sie aber genau richtig, denn geeignete Motive gab es hier zuhauf: 17 Bands an zwei Abenden kämpften um die Gunst der Jury und des Publikums. Von Thomas Uhle (15.01.2007)
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Lasst es krachen!
Ein neuer Name, aber die Spannung bleibt dieselbe: Der Aqua-Turbo-Bandcontest ging über neun Runden. Die zehnte Veranstaltung hat einen neuen Sponsor und heisst jetzt Maxi-DSL-Contest. 17 Bands spielen an zwei Abenden um die Titel als „Beliebteste Band“ und „Beste Band“. Von Thomas Uhle (10.01.2007)
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Die Zukunft des Celtic Soul
Einmal im Jahr wollen wir alle was Gutes tun. Meistens passiert das kurz vor Weihnachten. Wir von IN-ticker sind keine Ausnahme, und legen unseren Lesern deshalb ein ganz besonderes Konzert ans Herz. Damit Sie hinterher nicht sagen müssen, Sie hätten nichts davon gewusst: Der nächste irische Superstar kommt in die Neue Welt. Von Thomas Uhle (27.11.2006)
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Bereit fürs Lachgas
Am 18. November lässt sich ein Jubiläum feiern, das sich gewaschen hat. Eines, das sich im Gegensatz zu anderen noch heute gut anfühlt und hört. Eines, das die Welt verändert hat (jedenfalls meine). Wahrscheinlich rätselt Ihr jetzt schon, aber machen wir es vorher noch spannend. Von Thomas Uhle (20.11.2006)
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Mensch Keimzeit!
Vor rund vier Wochen haben wir das neue Keimzeit-Album besprochen, jetzt bringen wir es selbst unters Volk. IN-ticker verlost zwei Doppel-Vinyl-Ausgaben von "Mensch Meier". Dafür müsst Ihr nur eine einfache Frage beantworten. Von Thomas Uhle (05.11.2006)
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Scharfe Ossis, alte Männer und ein groovender Doktor
Es gibt im Osten auch noch Positives, wie die Band Keimzeit. Deren Konzerte sind alles andere als No-Go-Areas, und wer das nicht glaubt, kann sich anhand ihrer neuen Live-CD davon überzeugen lassen. Auch sonst gibt es viele schöne CDs in diesem Herbst, manches auch frisch auf Vinyl. Von Thomas Uhle (11.10.2006)
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Wenn es Nacht wird in Pförring
Bereits zum siebzehnten Mal findet in diesem Jahr das Open Air am Pförringer Baggersee statt, und das Programm kann sich auch in diesem Jahr durchaus sehen lassen. Am Freitag treten Bonfire, Elli + Band, Blind und die Band Echoes auf. Am Samstag rocken Die Happy, Urban Ego, Karpatenhund, The Excess und Red Sunset die Bühne. Von Thomas Uhle (18.07.2006)
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Abseits des Rasens
In diesen Wochen werden erstaunlicherweise nicht nur CDs veröffentlicht, welche die versammelten Stadionhymnen der letzten dreißig Jahre oder die versemmelten Stadionreportagen der letzten vierzig Jahre beinhalten, sondern es gibt auch noch "richtige" Musik. Hier eine kleine Auswahl. Von Thomas Uhle (09.06.2006)
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Ein Spektakel für die Sinne
An einem Musikfachgeschäft geht man manches Mal vorbei, schaut vielleicht ins Schaufenster, aber oft nimmt man es nicht mal zur Kenntnis. Es sei denn, man ist Musiker.
Von Thomas Uhle (01.02.2006)
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Wo sogar Van Gogh hellhörig wäre
Lästig scheint sie, die Chronistenpflicht, wenn man Rückschau hält auf die vergangenen Jahre: acht Mal Aqua Turbo Contest, geschätzte 140 Auftritte, knapp 1000 live gehörte Songs, 4200 Minuten Live-Musik und so weiter. Da fällt die Motivation zum Durchhalten nicht immer leicht. Aber wenn der Contest sich am Samstagabend dem Ende zuneigt, befällt einen doch wieder eine leichte Wehmut. Denn auch wenn so manche Band (und mancher vermeintlicher Sänger) die Nerven und das Gehör auf eine harte Geduldsprobe stellt, ist am Ende eines klar: Etliche Leute und zahlreiche Helfer geben sich Jahr für Jahr viel Mühe, diesen Contest durchzuführen. Von Thomas Uhle (15.01.2006)
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Eine Wolke macht noch keinen Herbst
Nur weil der Herbst schon scheinbar Einzug gehalten hat, sollte man den Kopf nicht hängen lassen. Schließlich gibt es noch genug gute Musik, mit der man sich in der warmen Stube trösten oder die Stimmung wieder auf den Höhepunkt bringen kann. IN-ticker empfiehlt dafür die passenden Soundtracks. Von Thomas Uhle (07.08.2005)
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Ka blede Gschicht: Ostbahn-Kurti von A bis Z
Wo anfangen, wo aufhören? Am Anfang stand eine uralte Live-Aufnahme auf zwei 90er Cassetten, die mir jemand bei irgendeiner Gelegenheit in die Hand gedrückt hatte. Darauf enthalten ein komplettes Konzert vom legendären Ostbahn Kurti & Die Chefpartie. Von Thomas Uhle (08.03.2005)
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Furiose Gala, guter Zweck
Die Berufslästerer könnten sich über Benefizkonzerte sicher die Finger wund schreiben. Mal passt das Line-up nicht, mal wird nicht live gesungen, mal ist die Veranstaltung nur halbvoll. Und sollte jemand es wagen, seine Prominenz hartnäckig für einen guten Zweck einzusetzen, wäre das erst recht ein gefundenes Fressen. Von Thomas Uhle (30.01.2005)
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Dreimal Hilfe aus Ingolstadt
Der Schock nach der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien sitzt noch immer tief. Wie tief tatsächlich, hat die große Spendenbereitschaft weltweit gezeigt. Natürlich sind es nicht nur einzelne Menschen, die nach ihren finanziellen Möglichkeiten geholfen haben. Zahlreiche Künstler haben sich gefunden, um mit Benefizkonzerten weitere Spenden zu sammeln und den Opfern zu zeigen, dass sie auch im weit entfernten Europa Anteilnahme finden. Von Thomas Uhle (24.01.2005)
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Wo Kinder ihre Eltern treffen (und umgekehrt)
Da war er wieder. Unauffällig, aber hartnäckig stand er im Raum. Er hat sich niemandem aufgedrängt, er lag auch nicht dräuend in der Luft. Aber am Ende wird sich die eine oder andere Band gefragt haben, warum er jetzt schon beim Aqua Turbo Contest Einzug halten muss. Aber er war da und am Ende brachte man ihn nicht mehr aus seinem dezibelgeplagten Kopf. Der Konflikt der Generationen. Oder war alles nur Einbildung? Von Thomas Uhle (16.01.2005)
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Der standhafte Texaner
Steve Earle & The Dukes waren ab 03. November 2004 für einige Wochen auf Europatournee. Friedrich Hog konnte die Band am Mittwoch, den 8. Dezember im ausverkauften Metropolis in München erleben. Von Thomas Uhle (02.01.2005)
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Nackt, trocken und dicht
Muss ganz schön anstrengend sein, wenn man in einem marktschreierischem Geschäft als Sympathieträger herhalten muss, damit die Plattenfirma ein paar Eigenschaften aufzählen kann. Von Thomas Uhle (13.09.2004)
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Altes England, hör die Signale!
Wenn schon die 80er Jahre wieder auferstehen müssen, dann sollten wir uns dabei an die guten Seiten erinnern. Es war 1985, als die Band um den Schotten Mike Scott ihr drittes Album veröffentlichte und mit dem intensiven „This is the sea“ der Ära ihren Soundtrack gab. Ja, liebe Kinder, so war das damals: „Old England“ schickte Prime Minister Maggie Thatcher zum Teufel, „Be my enemy“ alle anderen. Von Thomas Uhle (14.08.2004)
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Elegant, cool und zauberhaft: Holly Cole
Die großartige kanadische Sängerin kommt auf Festival-Tournee nach Deutschland und mitten in die Tour durch die großen Arenen macht sie einen Abstecher nach Ingolstadt - dank ihres Plattenlabels Tradition & Moderne - der die zahlreichen Fans nach über vier Jahren des Wartens entschädigen wird. Von Thomas Uhle (05.07.2004)
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Ein bisschen Sommer, ein bisschen Musik
Der Sommer lässt weiter auf sich warten. Die Tage sind entweder verregnet oder die Abende zu kühl für summer feelings jeglicher Art. Was tun? Wer vielseitig interessiert ist, der kann auf interessante Events mit einem Dach über dem Kopf ausweichen (siehe unter Rubrik „Ansicht“). Wer aber auf Musik unter freiem Himmel steht, die Open-Air-Saison sehnsüchtig herbeigesehnt und die kurzen Hosen schon rausgekramt hat, der muss heuer ganz tapfer sein. Aber er wird dafür belohnt mit Open Airs, die viele Highlights präsentieren.
Von Thomas Uhle (20.06.2004)
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Als Köln gleich hinter New Jersey lag
Gibt es was Schlimmeres als sich an die musikalischen 80er Jahre zu erinnern? Vermutlich nicht, wenn man sich nur an dem Comeback-Gedöns orientiert, mit dem die industriefinanzierten Fernsehkonzerne unsere Hirne zurzeit vermüllen. Man meint, es gab nur Modern Talking, Chris Norman, CC Catch und andere Scheiße. Dabei gab es auch allerlei Feines. Zum Beispiel hatte Michael Jackson nicht nur eine richtige Nase, sondern einen richtigen Riecher für coole Musik. Die Pixies formierten sich, die Sugarcubes brachten dank Björk Gletscher zum Schmelzen und Prince rettete mit seinem Album „When Doves Cry“ den Funk.
Von Thomas Uhle (30.04.2004)
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Süße Arbeit
Noch nie klang ein Lied über schwere körperliche Arbeit befriedigender als der „Work song“. Das Gefühl, nach getaner Arbeit draußen auf den Feldern an einen Platz zu kommen, wo man das müde Haupt betten kann. Wenn die Füße schwer und die Nächte viel zu kurz sind.
Von Thomas Uhle (07.04.2004)
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Rastas, Boogie und Bier
Wir wollten diesmal einfach nichts schreiben über den größten Band-Wettbewerb der Region. Weil wir uns damit begnügen wollten, erneut in die Jury berufen worden zu sein. Weil wir keine knatschigen Mails von drittklassigen Schülerbands mehr beantworten wollten, die mit Kritik nicht umgehen können. Weil wir Missverständnissen beim Lesen der Texte aus dem Weg gehen wollten, nach denen uns sofort mit rechtlichen Schritten gedroht wurde – wegen eines vergessenen Absatzzeichens auf der offiziellen Seite zum Aqua Turbo Contest.
Von Thomas Uhle (11.01.2004)
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Lampenfieber, kalte Hände und echte Profis
Vom verflixten siebten Jahr kann keine Rede sein, wenn am zweiten Wochenende im Januar der 7. Aqua Turbo Contest auf die Bühne geht. Es ist nicht so, dass nicht irgendeine Kleinigkeit schief gehen könnte. Ein Kabel könnte defekt sein, eine Monitorbox ausfallen. Aber das wäre alles kein Beinbruch, verglichen mit den harten ersten Jahren, als sich dieser Bandwettbewerb erst in der Ingolstädter Musikszene durchsetzen musste.
Von Thomas Uhle (28.12.2003)
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Stille Nacht
Kam ihr Erfolg im letzten Jahr überraschend, nicht zuletzt für sie selbst, ist es kaum überraschend, dass nun frühere Aufnahmen von Norah Jones auf den Markt kommen: "New York City" mit der Peter Malick Group Von Peter Melchior (17.12.2003)
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„Light my fire“ – zum 60. Geburtstag von Jim Morrison
„Satisfaction“ von The Rolling Stones, „Let It Be“ von The Beatles, Bob Dylans “Mr Tambourine Man” und “Light my fire” von The Doors – das sind Synonyme für das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Von Manfred Orlick (12.12.2003)
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I Like It
Eine Menge rund gepresstes Plastik.
Größe der Plattensammlung von DJ Hell: 2 Zimmer voll
Größe der Plattensammlung von Peter Kruder: 6 Ikea Expedit a 2.500
Größe der Plattensammlung von Michael Reinboth: 60.000 Platten, 10.000 CD's, keine MP3's, 3 Zimmer
Größe der Plattensammlung von Theo Thönnessen: 5 Ikea Bonde Einheiten
Größe der Plattensammlung gesamt: Mehrere Zimmer vollgestapelt mit Tonträger, die diese vier DJ's und Musikfreunde im Laufe ihres Lebens angesammelt haben. Das da eine Menge von musikalischen Perlen dabei sind, steht außer Frage. Dieser Zustand hat das Münchner Compost-Label auf eine interessante Idee gebracht. Von Roland Adam (09.11.2003)
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Herbst? Her damit!
Der erste Dauerregen hat Ingolstadt erreicht, der Sommer sich endgültig verabschiedet, am Abend nebelts schon wieder – der Herbst ist zurück. Gegen den grauen Himmel ist auch in unserer Redaktionsstube noch kein Kraut gewachsen, aber wir haben ein paar Tipps auf Lager, wie sich diese Herbsttage musikalisch untermalen lassen. Von Thomas Uhle (05.10.2003)
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Der Klang einer Stadt: Köln und die Elektronik
Nicht selten finden sich künstlerisch nahestehende Musiker auf räumlich begrenztem Gebiet zusammen und bilden ein mehr oder weniger enges Netzwerk. Dabei verdichtet sich manchmal die eine oder andere Idee und es entsteht so etwas wie der Sound einer Stadt. Zumindest, wenn sich bei diesem Prozess eine gewisse Magie einstellt, und damit die öffentliche Wahrnehmung auf so ein Phänomen lenkt. Von Roland Adam (12.09.2003)
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"Give our love to Hansi"
Es musste so kommen. June Carter Cash, seit vielen Jahren treue Frau an der Seite von Johnny Cash, starb im Mai. Der Sänger selbst litt seit vielen Jahren an einer Krankheit, die nach vielen Fehldiagnosen als Nervenkrankheit erkannt wurde. Und dann noch dieses Freitag-Mittag-Wetter: Zum Sterben grau genug, und obwohl die Wehmut einen nicht ruhen lässt, weil man um die Schönheit dieser Welt weiß, die man hinter sich lassen wird. Die letzten Wolken, bevor man hinüber gleitet, verloren in diesem seltsamen Gefühl, dass es dahin gehen könnte. Dass alles enden wird, irgendwann. Muss ja nicht sofort sein.
Von Thomas Uhle (12.09.2003)
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Die Ritter von der traurigen Industrie
Kaum ist die Popkomm vorüber, diese grösste aller Veranstaltungen, bei der Musik mit Marketing eine unheilverkündende Kombination eingeht, da schwärmen sie wieder aus. Die Ritter für die Rechte der Musikindustrie, die sich aufschwingen zu den Anwälten der ausgebeuteten Musikanten. Ausgebeutet natürlich nicht von der Industrie, sondern den bösen Konsumenten. Von Thomas Uhle (02.09.2003)
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Mister Weirds Universum
Mister Weird ist Wayne Shorters Spitzname aus Schulzeiten. Wodurch er ihn sich damals verdient hatte, lässt sich heute nur noch schwer sagen. Dass aber seine Musik diesen Titel rechtfertigt, hat nicht nur Miles Davis erkannt. Von Peter Melchior (08.07.2003)
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Weinende Clowns und lachende Soldaten
Diese Wochen in Ingolstadt sind geprägt von der Musik. Am Wochenende gastierten Vater und Sohn Ashkenazy und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mstislaw Rostropowitsch in der Stadt. Von Peter Melchior (04.07.2003)
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Radioheads Meisterarbeit „Hail To The Thief“
Ich vertrete eisern die Theorie, dass es kaum Künstler gibt, die in ihrer Karriere mehr als ein, zwei wirklich relevante und gewichtige Alben veröffentlicht haben. Alben, bei denen einfach alles stimmt. Wo Künstler solo, oder im Verbund, über eine besondere Magie verfügen und über sich selbst hinauswachsen. Von Roland Adam (28.06.2003)
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Der stille Amerikaner
Gestossen bin ich auf Elliott Murphy, weil ein Freund, den ich von gemeinsam erlebten Springsteen-Konzerten kenne, großer Fan des stillen Amerikaners ist. Tolle Musik, gute Texte, brillante Konzerte – so hatte er ihn beschrieben. Von Thomas Uhle (27.05.2003)
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Rock is back
Referenzen an alte Zeiten sind in der Modewelt gängige Regel. Ausgestellte Hosenbeine, Paisley-Muster, Rüschenhemden – alles was irgendwann einmal kreiert wurde, erfährt im Laufe der Zeit seine Wiedergeburt. Die alte Idee ein wenig variiert und schon kann sich der zeitgeisterfahrene Konsument an dem neuesten Hype erfreuen.
Doch dieses Schema funktioniert nicht nur am Modemarkt. Auch Plattenfirmen pflegen gerne junge Schnitte nach altem Muster. Und so kann sich der Musikliebhaber seit Strokes & Co. am Comeback nahezu aller Ausprägungen des Urgesteins Rock'n'Roll erfreuen. Der Sound im Hier und Jetzt - das Comeback gut bekannter Freunde.
Von Roland Adam (16.05.2003)
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Auftakt
Mit einem lauten Paukenschlag wollten die Organisatoren der Sommerkonzerte die Saison eröffnen. Anders kann man sich kaum erklären, wie Wagners wuchtige Werke an den Anfang des diesjährigen Programms gerieten. Gewagt auch, dass „Götterdämmerung“ und „Rienzi“ zu einer Zeit von der Bühne tönten, zu der die meisten sonntags noch beim Frühstück sitzen. Von Peter Melchior (07.05.2003)
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Berti Vogts aus der Patsche helfen: Jim Kerr hat nicht nur Musik im Kopf
Das wäre an sich schon eine Schlagzeile wert: Da ist jemand, der Berti Vogts mag! Aber Jim Kerr hat natürlich mehr zu bieten, er ist nämlich Sänger, Kopf und Gründungsmitglied der schottischen Band Simple Minds. Von Thomas Uhle (14.04.2003)
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Review + Interview: Das neue und aufregende Album von Coloma
Eine zerbrechlich wirkende Stimme, gebettet auf reduzierte Elektronik-Fragmente, so beginnt das zweite Album der beiden in Köln lebenden Engländer Alex Paulick und Rob Taylor.
Das vor gut einem Jahr erschienene Debütalbum „Silverware“ von Coloma hat mein Herz im Sturm erobert, denn die Musik von Coloma ist durchaus einzigartig. Entsprechend groß ist daher nun die Freude, bereits jetzt ein neues Werk dieser Herren in den Händen zu halten.
Von Roland Adam (03.04.2003)
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Der Sog der Nacht
Selten war eine Filmmusik so hypnotisch wie Angelo Badalamentis Soundtrack zu „Twin Peaks“, der Fernsehserie von David Lynch. Selten haben sich Bilder so ins Gedächtnis eingeprägt, ohne das man gleichzeitig an die dazu gehörigen Lieder denken muss. Und nie war Musik so typisch, dass man nach zwei Takten schon weiß, woher sie stammt. Von Thomas Uhle (12.03.2003)
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"You screamed: give us liberty or give us death. Now you got both - what do you want next?"
Gegen den drohenden Krieg zu protestieren ist eine Möglichkeit, seinem Frust über „die da oben“ Luft zu machen. Für die vielen Gedanken, die sich so mancher macht, finden sich zwar oft viele Worte, aber findet sich auch die richtige Musik? Musiker, die sich den Frust genau so von der Seele spielen, singen oder schreien, wie man das selbst würde, wenn man nur wüsste, wie man eine Gitarre richtig rum hält?
Wir haben viele gute Gedanken, warum uns dieser dräuende Irak-Krieg genauso gegen den Strich geht wie sinnloser Terror von Spinnern, die nicht mehr als eine aufgeweichte Semmel im Kopf haben. Die passende Musik haben wir auch dazu gefunden. Hier kommt unsere vorläufige „IN-ticker findet Krieg Scheiße!“-Compilation. Peace!
Von Thomas Uhle (07.03.2003)
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Einfach leiwand: Wiener Schmäh für Zuhause
1996 erschien das mittlerweile legendäre DJ-Kicks-Album der beiden Wiener Peter Kruder und Richard Dorfmeister. Ein DJ-Set mit einer Reihe erstklassiker sanfter Drum'n'Bass- und TripHop-Nummern. Und erinnern wir uns, TripHop war damals noch kein Schimpfwort, sondern eine ziemlich angesagte Schublade.
Besonders die eigenen beiden Stücke „High Noon“ und „Black Baby“ waren und sind für viele heute noch eine Offenbarung. Natürlich haben daraufhin alle möglichen Plattenfirmen Unmengen von Geld für ein „richtiges“ Kruder & Dorfmeister-Album geboten. Und in der Tat wurde ein eigenes Album für längere Zeit angekündigt. Doch dieses ist bis heute nicht erschienen und wird es wohl auch nicht mehr. Die Gemeinsamkeit der beiden besteht mittlerweile wohl ausschließlich im Betreiben des eigenen Labels „G-Stone“. Von Roland Adam (05.03.2003)
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Blueberry Hill
Fats Domino, der "Urvater des Rock'n'Roll", wird 75. Eine Retrospektive. Von Manfred Orlick (25.02.2003)
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Unentdeckte Perlen
Bevor die ersten wirklich wichtigen Veröffentlichungen des noch jungen Jahres erscheinen, möchte ich nochmals einen
allerletzten Blick auf das vergangene Musikjahr werfen. Denn auch 2002 gab es wieder eine Reihe von musikalischen
Perlen, die leider kaum jemand wahrgenommen hat. Hier und jetzt also ein paar herzhafte Empfehlungen.
Von Roland Adam (27.01.2003)
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Und er groovt doch
Josha Redman gilt als wichtigster junger Saxophonist der letzten Jahre. Und doch hat er sich mit seinem Quartett an einen Punkt manövriert, von dem an noch keiner – auch im historischen Rückblick – einen Weg zu neuen Ufern wusste: Die Abstraktion.
Das selbe Problem, an dem der Free Jazz der Sechziger letztendlich krankte, dass nämlich, wenn alles frei ist, man keinerlei Regeln mehr zu folgen braucht, und die Kommunikation dann beliebig bis belanglos wird, hat auch Redman und Genossen erfasst. Das hat sich bereits auf seiner letzten CD bemerkbar gemacht, und führte zu erheblichen Erwartungen, was das junge Genie aus dieser Patt-Situation machen würde. Von Peter Melchior (23.01.2003)
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Wasser auf die Mühlen: der Aqua Turbo Contest lebt
Jahr für Jahr steht ein Fortbestehen des Aqua Turbo Contest in den Sternen, Jahr für Jahr geht es doch irgendwie weiter und Jahr für Jahr sorgt Daniel Melegi (megazIN) mit seinem Team für einen abwechslungsreichen, bestens organisierten Wettbewerb und zaubert so manch interessante Band aus dem Hut. So auch diesmal, bei der sechsten Auflage des ATC. 15 Bands an zwei Tagen (Raa-Hoor-Khuit hatten sich zwischenzeitlich aufgelöst, deshalb die ungerade Teilnehmerzahl) gabs an diesem Wochenende, und einmal mehr zeigte sich, dass dieser Contest seine Daseinsberechtigung hat, ja mehr noch, dass er wichtig ist für die Region. Von Thomas Uhle (12.01.2003)
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Heaven´s calling - Joe Strummer ist tot
Es hilft nichts. Kein noch so häufiges Hören der Alben kann es rückgängig machen: Ich war nie ein Clash-Fan. Als die Band in London gegründet wurde, war ich sechs Jahre alt. Zu jung für den Punk. Sympathie für die Musik der Band um Joe Strummer ist alles, was mir bleibt. Die Sympathie rührt nicht aus bloßer Lust an der Revolte, sondern aus dem, was Strummer dem Punk einhauchte, nämlich politisches Bewusstsein.
Jetzt ist es zu spät, um mich als Clash-Fan aufzuspielen, denn Joe Strummer starb gestern unerwartet in seinem Farmhaus in Somerset, England. Er war gerade mal 50 Jahre alt. Ein Alter, in dem andere erst zur Hochform auflaufen, wurde für ihn zum Limit.
Von Thomas Uhle (23.12.2002)
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Britneys Ex-Boyfriend auf erfolgreichen Solopfaden
Zugegeben, unter normalen Umständen wäre ich niemals auf die Idee gekommen, Soloauftritte
von Mitgliedern aktueller Boygroups wie den Backstreet Boys, O-Town oder *NSYNC zu verfolgen.
Und auch künftig werde ich wohl dem Schaffen solcher "Interpreten" mit Ignoranz begegnen.
Es spricht einfach viel zu viel für so ein solches Verhalten und zuwenig für ein Vertrauen in
diese Musikerzunft. Von Roland Adam (02.12.2002)
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Der Magier mit der Gitarre - Jimi Hendrix würde sechzig
Am 27. November 2002 hätte er seinen 60. Geburtstag gefeiert. Und vielleicht wäre
er bluesiger denn je gewesen, oder jazziger, zum Buddhismus konvertiert oder zum
muslimischen Glauben, hätte nur noch Akustikgitarre gespielt für sich und seine
Kinderschar - nein, das wohl eher nicht! Wer war dieser Magier an den sechs Saiten?
Jimi Hendrix. Von Manfred Orlick (27.11.2002)
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Die letzten Dinge: "American IV: The Man Comes Around" von Johnny Cash
Was hat man den Mann nicht schon abgeschrieben. Zwar war es Bob Dylan, der 1997 schon ohrakelte, er hätte fast Elvis wieder getroffen. Aber es hätte auch ein Spruch von Johnny Cash sein können, und der war gesundheitlich schon viel eher am Hund als es Dylan heute ist. Von Thomas Uhle (19.11.2002)
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Die Rückkehr einer Legende: Rough Trade Records, London
Ein Porträt über Geoff Travis und sein Indie-Imperium Von Roland Adam (15.10.2002)
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"Love Me Do" - 40 Jahre THE BEATLES
Selbst eingefleischte und in die Jahre gekommene Beatles-Fans können oder
wollen es nicht glauben, dass es inzwischen vierzig Jahre her ist, als am
5. Oktober 1962 die erste Single der vier Liverpooler mit den beiden ersten
eigenen Titeln "Love Me Do" und "P.S. I Love You" veröffentlicht wurde. Von Manfred Orlick (30.09.2002)
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Ash's intergalaktische Single-Compilation
"Intergalactic Sonic 7's", so lautet der Titel des neuen Ash-Albums. Und wie der Titel schon verrät, ist dies hier eine Sammlung ihrer bisherigen Single-Auskopplungen. In Zahlen: 75 Minuten mit 19 Titeln aus 3 Alben, plus dem Soundtrack-Beitrag zum absurd-knalligen Britpop-Streifen "Lebe liebe Ungewöhlich".
Von Roland Adam (19.09.2002)
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Blue Skied an' Clear - das Berliner Label Morr Music mit seiner 2. Compilation
Das Berliner Label Morr Music, benannt nach dem Gründer Thomas Morr, ist eines der überzeugendsten
Electronica-Labels der letzten Jahre. Auf den Platten von Morr Music knistert, knarzt, rauscht und fließt es - von
kühl, minimal und mathematisch angehaucht, hin zu warm und organisch. Gemeinsam ist ihnen oft
ein melancholisch und verträumter Grundton. Die perfekte Musik also für verregnete und einsame Herbsttage. Von Roland Adam (16.08.2002)
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Elvis lebt ! - auch nach 25 Jahren
Elvis lebt - das ist doch klar! Der King lebt, weil er eben unsterblich ist. Und das
nicht nur, weil ihn nach seinem Tod vor 25 Jahren mindestens zwei Dutzend Leute
gesehen haben wollen. Im Vorjahr soll er noch quietschfidel in einem norwegischen
Taxi gesessen haben und im letzten Februar war er in der Sprechstunde bei einem
amerikanischen Psychiater. Von Manfred Orlick (15.08.2002)
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Vom Aufstehen und aufrecht Gehen
Vergessen wir all den Marketingkram und den Medienrummel um dieses Album. Betrachten wir es als das, was es ist: das neue Album von Bruce Springsteen. Der war vor rund einem Vierteljahrhundert die große weiße Hoffnung des Rock´n´Roll. Jetzt ist er 52 und Familienvater. Von Thomas Uhle (30.07.2002)
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Den Blues mit Löffeln gefressen
Es ist die Premiere auf heimischem Boden: Daniel "San2" Gall und seine Soul Patrol treten die Nachfolge der Ramblin´ Five bei der Wahl zur heissesten Band der Region an. An einem Sommerabend auf der Bühne der "Neuen Welt" gab es viel zu bestaunen. Von Thomas Uhle (30.07.2002)
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Neue Welt, neue Band: "San2 & His Soul Patrol"
Stillstand ist Rückschritt. Weil es mit der gewohnten Besetzung nicht so recht vorwärts ging, hat sich Ramblin'-5-Bandleader San2 entschlossen, mit neuen (Profi-)Musikern weiterzumachen. Den ersten Gig gibt's am Donnerstag in der Neuen Welt. Von Frank Albert (16.07.2002)
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Neue Heimat 2 - Elektronik made in Germany
Dem englischen Traditionslabel Ministry of Sound ist in den letzten Jahren nichts aufregend Neues eingefallen.
Auf der Veröffentlichungsliste reiht sich somit eine unaufgeregte House-Compilation nach der anderen.
Statt der Erschließung neuer Talente und Sounds setzt MOS ganz auf Mainstream und volle Kassen -
"Ibiza forever"!
Von Roland Adam (15.07.2002)
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Schande, schöner Götterfunke
Es ist Sonntag, der 30.6.2002. Deutschland hat heute gegen Brasilien verloren. 2:0. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Das Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks führte Beethovens Neunte auf. Und zwar miserabel. Von Peter Melchior (01.07.2002)
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Endlich Sommer in der City
Endlich keine kalten Hände und Füße mehr. Stattdessen auf dem Programm: Kurze Hosen, Hormonschübe, Grillfeste und Sonnencreme.
Kein Zweifel, der Sommer steht vor der Tür. Hier die ultimative Anleitung zur passenden Musikwahl.
Von Roland Adam (08.06.2002)
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Ein Bilderbuch musikalischer Facetten - Deutschlands Underground lebt
Beim Gang durch Londoner Plattenläden fällt gleich auf, was derzeit das coolste, angesagteste und aufregendste Label
aus Deutschland ist. Kein Zweifel, Berlins Kitty-Yo Label erobert das Königreich. Und da die Jungs und Mädels aus der
Hauptstadt ein "richtiges" Independent-Label betreiben, braucht hinter dieser Tatsache auch keine Großinitiative der
Musikindustrie vermutet werden. Die Musik spricht für sich selbst.
Und so lachen einen von den Regalen der Megastores freundlich der Präsident des Berliner Undergrounds, Chilly Gonzales,
der Romantiker Maximilian Hecker und die Electropunklady Peaches entgegen.
Von Roland Adam (05.05.2002)
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Mehr als nur ein Test
„The first set is just a test“, feixte Vance Kelly gleich zu Beginn der Show in der Neuen Welt. Klar, dass nach so einer Ansage nur eine ordentliche Show kommen konnte. Und die kam tatsächlich. Was Vance Kelly & The Backstreet Blues Band an diesem Abend boten, war fast perfektes Entertainment. Nicht, weil die Show perfekt gewesen wäre, sondern weil einfach alles stimmig war. Es sollte der bisher wärmste Tag des Jahres werden, prophezeiten die amtlichen Wetterfrösche. Die Show der Blues-Bande aus Chicago war noch heisser.
Von Thomas Uhle (04.05.2002)
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"Verschwende Deine Jugend" - Punk und New Wave in Deutschland (1977-83)
Fangen wir einfach mal anders herum an, nämlich mit Country. Vor kurzem hatten wir im Titelthema Franz Doblers Buch über Johnny Cash vorgestellt. Im Kapitel "Put the cunt back in country" schildert Dobler eine Episode aus der deutschen Punkgeschichte, die ein Licht darauf wirft, was Punk auslöste. Lassen wir Franz Dobler erzählen: Von Thomas Uhle (23.04.2002)
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Feines aus dem Garten: Compost Records
Auf den ersten Blick mag es etwas seltsam wirken, wenn jemand sein Label ausgerechnet „Compost Records" nennt. Der Kompost: Essensreste und Gartenabfälle - das stinkende Etwas im Garten.
Aber machen wir uns nichts vor, der Kompost ist immer noch das beste Düngemittel. Und in einigen Ländern werden Extrakte davon sogar als Medizin verabreicht.
Halten wir uns also vor Augen, dass dieses Garten-Recycling-Produkt durchaus nicht zu unterschätzen ist. Genausowenig wie das gleichnamige Plattenlabel aus München.
Und wenn es beim Gartendünger um organisches Leben geht, so dreht sich beim Compost-Label alles um den organischen Clubsound.
Von Roland Adam (29.03.2002)
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Legende mit Herzblut
Es konnte ein spannender Abend werden: Schon die Worte von Kulturamtsmitarbeiter Harald Kneitz, die das Publikum in den Abend mit dem Liedermacher Wolf Biermann einführen sollten, konnte der 65-Jährige nicht unwidersprochen lassen. Er erklomm die Bühne, lieferte eine ausführliche Erklärung zu seiner Biografie und dann durfte Kneitz wieder übernehmen. Allerdings nur bis zur nächsten Unterbrechung.
Von Thomas Uhle (26.03.2002)
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Coloma "Silverware"
Langsam kündigt sich das Frühjahr an. Die Tage werden wieder länger und du genießt die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres. Die Platte, die dich in diesen Tagen begleiten könnte, nennt sich "Silverware" und stammt von dem in Köln ansässigen Duo Coloma.
Von Roland Adam (09.03.2002)
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A Boy Named Sue - Johnny Cash Revisited (Trikont)
Johnny Cashs 70. Geburtstag könnte man begehen, indem man die 164. Compilation mit seinen großen Hits veröffentlicht. Oder man begeht das Jubiläum des letzten Unabhängigen der Countrymusik mit einem Sampler, auf dem Musiker aus Deutschland ein Feedback geben und reflektieren, was sie von Typen wie Cash gelernt haben.
Von Thomas Uhle (25.02.2002)
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Keinen Schritt zurück
War es nur ein unseliger Zufall, dass ich Franz Doblers neues Buch über Johnny Cash just an dem Tag zugeschickt bekam, als Waylon Jennings starb? Zwei "Gesetzlose" der Countrymusik, selten angepasst und oft verkannt, trafen sich auf seltsame Weise in meiner kleinen Welt. Dazu ich, nicht allzu vertraut mit den Biografien der beiden. Und Franz Dobler, der coolste unter den mir bekannten Autoren. Vermutlich nicht gesetzlos, aber cool und "der deutsche Anarcho-Autor und DJ" (dpa).
Ein verquerer Tag war das, aber noch am selben Tag habe ich begonnen, Doblers "The Beast in me" zu verschlingen. Eine leichte Aufgabe, denn selten schreibt jemand so anregend, ironisch und distanziert über etwas, das er offensichtlich liebt. Franz Dobler, vor 43 Jahren in einer oberbayerischen Kleinstadt geboren, ist so etwas wie der Experte für richtig gute Countrymusik. Aber weil er alles gern in Frage stellt, würde er das sicher nicht so sehen. Denn Distanz bewahrt er dann doch immer wieder dann, wenn man meint, jetzt hat man ihn endlich zu fassen bekommen.
Von Thomas Uhle (25.02.2002)
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Calling Elvis
Ein amerikanischer Psychiater ging Mitte Februar an die Öffentlichkeit: "Elvis lebt!" Doch IN-ticker war bereits einen Schritt weiter, die Sensation war perfekt: Zunächst hatten wir den anonymen Anrufer nicht ernst genommen. Doch wir waren neugierig: Nachts um halb eins sollten wir in einem kleinen Hotel im Fränkischen jemanden treffen, der uns mehr zum tatsächlichen Verbleib des King of Rock´n´Roll sagen könne. Keine Begleitung, keine Fotos.
Offiziell ist Elvis Presley am 16. August 1977 in Memphis gestorben. Doch in diesem Hotel wartete kein geringerer als – der King selbst. Nach diesem Abend in der Nähe von Lauf an der Pegnitz wird die Welt eine andere sein... Von Thomas Uhle (25.02.2002)
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A class of it's own: The Neptunes
Wenigstens eine Sache in ihren Karrieren haben so unterschiedliche Acts wie Britney Spears, N*Sync, Limp Bizkit und Janet Jackson richtig gemacht: Sie alle entschieden sich irgendwann einmal für das richtige Produzententeam. Von Roland Adam (18.02.2002)
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Manche Abende sind gut
Es war einer dieser Abende, an denen klar wird, was in Ingolstadt fehlt. Am vergangenen Samstag passierte etwas im schönen Dachgeschoss der Kurfürstlichen Reitschule, das selbst in wirklich großen Städten selten ist. Musikfreaks würden es als Magie bezeichnen, aber es war dieser seltene Glamour, der über besonders guten Konzerten schwebt. In Ingolstadt ist Musik nichts Seltenes. Es gibt viele junge Bands, sogar einige Talente. Aber an diesem Samstag wurde deutlich, was fehlt. Nämlich Musiker, die für ihre Musik leben und sich Gedanken darüber machen, was sie auf der Bühne tun und lassen. Musiker, die sich nicht wichtig nehmen, und die auch nach einem respektablen Erfolg im vergangenen Jahr noch immer hungrig sind auf Neues.
Von Thomas Uhle (12.02.2002)
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Sturm vor der Tür, Heisses im Eiskeller
Kommt aus England, klingt wie Elvis Costello und ist trotz eher dürftiger Publikumskulisse sehr gut aufgelegt – so schnell könnte man den Auftritt von Singer/Songwriter John Wesley Harding, den seine Fans nur “Wes” nennen, beschreiben. Von Thomas Uhle (29.01.2002)
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Die Abstauber 2002: Rouvian Flave
Aqua Turbo Contest, der Fünfte. 16 Bands an zwei Tagen, viele Stilrichtungen - da müsste eigentlich für jeden Musikfan aus der Region was dabei sein. Am Freitag gaben die ersten acht Bands ihre Visitenkarte ab, am Samstag folgte der zweite Teil mit der Siegerehrung zum Grande Finale. Dabei gibt's in diesem Jahr erstmals eine Wertung der Jury und eine der Zuschauer - die Jury wählte die (natürlich trotz allem subjektiv gesehen) beste Band, das Publikum die beliebteste. Überraschend war, wie weit hier die beiden Meinungen auseinander gingen: Die Jury hievte Rouvian Flave auf den Thron, während das Publikum Die Abstauber ganz vorne sah. Von Thomas Uhle (14.01.2002)
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Süßer CDs selten klingen
2001 war ein Jahr, das es in sich hatte. Es gab für viele Menschen sicher Wichtigeres als Musik. Aber für einige war es vielleicht gerade Musik, in der sie Hoffnung, Kraft oder einfach nur Spaß gefunden haben.
Wir haben Walter Haber, den Pächter der Kleinkunstbühne "Neue Welt", nach seinen musikalischen Highlights aus diesem fast abgelaufenen Jahr gefragt. Seine ausführliche und manchmal überraschende Antwort lesen Sie auf dieser Seite. Nicht alle diese Alben wurden in 2001 veröffentlicht. Doch wie das mit guten Sachen so ist: Manche erschließen sich erst später.
Wir haben uns bei dieser Gelegenheit nicht zurück gehalten, und empfehlen weiter unten ebenfalls einige Alben, die uns in diesem Jahr durch die Nacht (oder auch durch manchen Tag) gebracht haben...
Von Thomas Uhle (21.12.2001)
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Eigentlich ein gutes Album: Stings "all this time"
Natürlich konnte Sting nicht wissen, dass der 11. September kein guter Termin für einen intimen Abend in der Toskana, umgeben von einer Handvoll geladener Gäste sein konnte. Nach einem Konzert war ihm sicherlich nicht mehr zumute, doch er machte das beste draus: Auf „...all this time“ kann man sich an einem Konzert laben, das es faustdick hinter bzw. in den Ohren hat. Von Thomas Uhle (02.12.2001)
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Abschied vom stillen Beatle
Der ehemalige Beatle George Harrison ist am Donnerstag im Alter von 58 Jahren gestorben. Viele Freunde und Fans hatten mit diesem Schlimmsten gerechnet, nachdem sie in letzter Zeit von dem schweren Krebsleiden des Beat-Musikers gehört hatten. Doch als die schreckliche Nachricht am Freitag zur Gewissheit wurde, waren alle schockiert, ja gelähmt. Von Manfred Orlick (02.12.2001)
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Das nächste große Ding - aber warum nur?
"The sound of the other young America" - wie mag der klingen? Das Tin Hat Trio gab bei seinem Gastspiel in der Neuen Welt Auskunft. Von Thomas Uhle (28.11.2001)
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Joshua Redman Quartet "Passage of Time"
Joshua Redman entwickelt sich zum Arbeitstier: Nach kurzer Pause bereits ein neues Album "Passage of Time". Von Peter Melchior (05.11.2001)
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Slut in der Grube
Slut in der Kiesgrube, das ist nicht der Titel eines neuen Psycho- Thrillers von SAT1, vielmehr steckt der Bayerische Rundfunk dahinter. Von Sarah Frank (09.10.2001)
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The Waterboys: Too Close To Heaven
Nach 13 Jahren tauchen nun einige unveröffentlichte Songs der "Waterboys" auf. Seltene Fundstücke! Von Thomas Uhle (02.09.2001)
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Dröhnodrom in Pfaffenhofen - ein Ohrenzeugenbericht
Slut, SEEED und aprilDAZE auf dem Dröhnodrom in Pfaffenhofen. Unsere neue Autorin Sarah Frank hat sie sich angehört. Von Sarah Frank (22.08.2001)
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Einsame Gläubige: Spain 'I Believe'
Minimalisten sind die vier Männer von Spain. Spartanisch ist ihr Soundbild gehalten, die Texte sprudeln ebenfalls nicht über. Sie beschränken sich auf das Nötigste. Josh Haden singt wie der letzte Romantiker auf Erden. Wer weiß, vielleicht ist er das auch. Nichts sonst klingt derzeit wie Spain, so langsam und behutsam. Von Thomas Uhle (12.08.2001)
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Open Air mit hohem Spaßfaktor
Ein lauschig-warmer Sommerabend, ein Seeufer mitten in Bayern. Das junge Paar macht es sich auf seiner mitgebrachten Picknickdecke gemütlich, trinkt einen Schluck Bier und dann - brandet plötzlich lauter Jubel auf. Was ist passiert? Von Thomas Uhle (16.07.2001)
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Den Staub abgeschüttelt: Hazeldine 'Double Back'
Es gibt Platten für die einsame Insel, und es gibt Platten, die sind einsame Inseln. So wie "Double Back". Von Thomas Uhle (10.07.2001)
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Sommer, Sonne, Bartók
Was erwartet einen aufgeschlossenen Konzertbesucher, wenn er sich am Sonntag Vormittag in ein "Recital-Lecture-Konzert" wagt? Von Thomas Uhle (10.07.2001)
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Rabih Abou-Kahlil: Yara
Es fällt mir schwer, diese CD zu besprechen, erst recht sie zu bewerten. Dafür ist die Musik auf "Yara" einfach zu neu und ungewohnt für mich. Von Peter Melchior (20.05.2001)
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Eine etwas andere Kritik eines außergewöhnlichen Konzerts
Da das herausragende Können der weltberühmten Violinistin Anne-Sophie Mutter sowie der Wiener Philharmoniker, die das diesjährige Eröffnungskonzert der "Sommer Konzerte zwischen Donau und Altmühl" bestritten, wohl außer Frage steht und somit eine weitere ausführliche Lobeshymne geradezu überflüssig ist und da wir außerdem eine fachmännische Besprechung eben lieber den Fachmännern bzw. -frauen der regionalen und überregionalen Presse überlassen, sollen hier "nur" die Impressionen einer "gewöhnlichen" Konzertbesucherin wiedergegeben werden. Von Michaela Thurner (06.05.2001)
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Abdullah Ibrahim: Cape Town Songs
Mit dieser CD möchten wir von IN-ticker.de eine kleine, lose fortgesetzte Reihe beginnen, in der wir eine ungemein spannende Fusion vorstellen: World meets Jazz.
Die Verbindung ist nicht neu, ihre revolutionären Jahre sind auch schon vorüber, und dennoch hat die Spielart, häufig wenig zutreffend als Ethno Jazz tituliert, ihre Austrahlung bei weitem nicht verloren.
Den Anfang macht der Südafrikaner Ibrahim. Von Peter Melchior (05.05.2001)
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Taj Mahal & The Hula Blues Band: Hanapepe Dream
Wer erwartet hatte, dass Taj Mahal seine Leidenschaft für hawaiianisch geprägten Blues für ein einmaliges Projekt offenbarte ("Taj Mahal and the Hula Blues" erschien 1997), der wird in diesen Tagen eines besseren belehrt. Von Thomas Uhle (05.04.2001)
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Southside Johnny & The Asbury Jukes: Messin´ With The Blues
Southside Johnny hat den Blues neu für sich entdeckt. Von Thomas Uhle (26.03.2001)
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